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Umsatzrückgang bei AGCO

Externer Autor
am
06.02.2015

ACGO veröffentlicht das Ergebnis für das vierte Quartal 2014. Bei einem Umsatzerlös von 2,5 Milliarden USD wurde ein Rückgang von 13,1 Prozent verzeichnet. Im Gesamtjahr 2014 sanken die Umsatzerlöse um 9,9 Prozent auf etwa 9,7 Milliarden USD.

Der Traktoren- und Landmaschinen Hersteller AGCO vermeldet für das vierte Quartal 2014 einen Umsatzerlös von 2,5 Milliarden USD, was einen Rückgang von 13,1 Prozent gegenüber den im Vorjahr erziehlten Umsatzerlösen von ca. 2,9 Milliarden USD bedeutet. Bei den Umsatzerlösen für das Gesamtjahr 2014 zeigt sich ein ähnlicher Trend. Mit ca. 9,7 Milliarden USD ist ebenfalls ein Rückgang in Höhe von etwa 9,9 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum in 2013 zu verzeichnen.
 
"Als Reaktion auf die geringere Nachfrage und Produktion haben wir Maßnahmen zur Anpassung der Kostenstruktur unternommen", erklärt Martin Richenhagen, Chairman, President und CEO von AGCO. Mit Hilfe eines Restrukturierungsplans zur Senkung der Vertriebsgemeinkosten sowie der Herstellungskosten sei man aber auf gutem Wege, die Ziele für 2015 zu realisieren. Durch eine Kombination aus Personalabbau, vorrübergehenden Beurlaubungen und dem Abbau von Leiharbeitsstellen wurde der Personalbestand mehr als 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr reduziert.
 
Nahezu ideale Anbaubedingungen haben im Jahr 2014 weltweit zu Rekordernteerträgen und somit zu höheren Getreidebeständen geführt. Dies hat wiederum den Druck auf die niedrigen Agrarpreise und die Einkommenssituation landwirtschaftlicher Betriebe in wichtigen Agrarmärkten erhöht. Aufgrund der negativen Stimmungs- und Konjunkturlage des Marktes ging die Nachfrage nach Traktoren und Landmaschinen zurück.

Ergebnisse nach Regionen

Der Umsatz in Nordamerika war im Jahr 2014 rückläufig, wobei der größte Rückgang bei PS-starken Traktoren, Mähdreschern und Feldspritzen verzeichnet wurde. Durch das Wachstum kleinerer Traktoren, Heu- und Futtererntemaschinen konnte der Umsatzrückgang teilweise aufgefangen werden.
 
Die Umsatzerlöse der Region EAME (Europa/Afrika/Nahost) sanken aufgrund der zurückgehenden Marktnachfrage. So brach der Agrarumsatz in Frankreich signifikant ein, während in Deutschland ein moderater Umsatzrückgang verzeichnet wurde. Dies konnte teilweise durch Wachstum in Afrika und der Türkei kompensiert werden.
 
In Südamerika wurde ebenfalls ein Umsatzrückgang in der Landwirtschaft verzeichnet. Dieser wurde durch die rückläufige Nachfrage von Zuckerproduzenten in Brasilien, die fallenden Rohstoffpreise und Verzögerungen im staatlichen Finanzierungsprogramm Brasiliens verursacht.
 
Auch in der Region Asien/Pazifik sanken die Umsatzerlöse im Gesamtjahr 2014. Gründe hierfür sind niedrigere Umsätze und höhere Marktentwicklungskosten in China.

Ausblick für 2015

Für 2015 erwartet AGCO eine Fortsetzung des Trends. Sinkende Rohstoffe im Vergleich zu 2014 dürften zu einem Rückgang der Betriebseinkommen in der Landwirtschaft führen. Dies wird wiederum die Nachfrage nach Landmaschinen auf den Agrarmärkten der Industrieländer im Jahr 2015 dämpfen.
"Angesichts der zurückgehenden Marktnachfrage und der währungsbedingten Belastungen wird 2015 für uns ein schwierigeres Jahr als 2014", so Martin Richenhagen. Für das Jahr 2015 wird ein Umsatzerlös von 8,1 bis 8,3 Milliarden USD prognostiziert
 
Dennoch hält der Konzern seine positive langfristige Prognose aufrecht. Die durch Verwendung von Biokraftstoffen weltweit steigende Nachfrage nach pflanzlichen Rohstoffen, die wachsende Weltbevölkerung und der zunehmende Verbrauch an Eiweiß in den Schwellenländern wird mittel- bis langfristig zu steigenden Betriebseinkommen in der Landwirtschaft und einer entsprechend steigenden Nachfrage nach Betriebsmitteln und Landmaschinen führen.
von Franziska Oberhorner

Weitere Informationen: www.agcocorp.com
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