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Väderstad macht Tempo

Externer Autor
am
02.09.2015

Die Schweden zeigen viele Neuheiten für die Saison 2016.

Die Schweden zeigen viele Neuheiten für die Saison 2016.
Der schwedische Sä- und Bodenbearbeitungsspezialist Väderstad hat einige Neuheiten für 2016 vorgestellt. Eine Neuheit ist die Tempo V. Sie wird im Dreipunkt angebaut und ist klappbar. Durch die am Rahmen einfach angebauten Säeinheiten kann der Landwirt einfach von zum Beispiel zwölf Reihen und 45 cm Reihenabstand auf acht Reihen und 75 cm Reihenabstand umstellen. Die freie Montage der Säaggregate lässt auch eine ungerade Reihenanzahl zu: So können zum Beispiel auch neun Reihen mit 600 mm Abstand gefahren werden.
Die gleichen Säaggregate der anderen Tempo-Modelle, die die PowerShoot-Technik verwenden, halten auch bei der Tempo V Einzug. Auf die einzelnen Schare kann ein Druck von bis zu 325 kg beaufschlagt werden. Insgesamt gibt es die Tempo V in sieben verschiedenen Ausführungen mit sechs bis zwölf Säscharen, was einer Arbeitsbreite je nach Reihenabstand von 4,3 bis 6,6 m entspricht. Bei der neuen Tempo V wird das Dosiergehäuse aus Aluminium gefertigt. Es verfügt über eine Entleerungsklappe für einen einfachen Wechsel zu anderen Saaten. Es kann auch ein 22 mm -Aussaatsystem montiert werden, um Kürbisse und Sonnenblumen zu legen. Väderstad zeigt auch ein neues Düngerschar, das kleiner ist und somit auch bei einem Reihenabstand von 45 cm montiert werden kann. Der Schardruck beträgt hier 150 kg.

Spirit für Europa

Neu und speziell für den europäischen Markt gebaut ist die Sämaschine Spirit 300 und 400S. Neben dem neuen, gefälligen Design soll sie mit der bekannten iPad-Steuerung E-Control und weiteren neuen Lösungen punkten. Die Spirit 300 und 400S gibt es mit einem Reihenabstand von 12,5 oder 16,7 cm in 3 und 4 m Arbeitsbreite.
Als Vorwerkzeug kommt das von der Carriern bekannte System Disc Aggressive zum Einsatz. Auch hier soll durch die x-förmige Bauweise Seitenzug vermieden werden. Die neue Rahmenkonstruktion mit einem zentral liegenden, stabilen Träger, an dem alle Werkzeuge angebaut sind, erleichtert die Wartung und Zugänglichkeit. In den neu gestalteten Saattank ist das Gebläse integriert. Er wird aus Kunststoffgranulat im Rotationsgießverfahren gefertigt. Die große Klappe erleichtert das Füllen mit Schnecke und Bigbags. Maximal 2.800 Liter passen in die neue Spirit. Neu ist auch die elektrische Dosiereinheit Fenix III. Sie ist auf geringe Arbeitsbreiten ausgelegt und soll für gleichmäßige Saatgutverteilung über die gesamte Arbeitsbreite sorgen. Möglich sollen Mengen von 1 bis 500 kg pro Hektar bei bis zu 15 km/h Arbeitsgeschwindigkeit sein. Der Aufbau erlaubt eine zweifache Teilbreitenschaltung. Das Saatgut wird mit den 380 mm OffSet V Discs und Andruckrollen in 380x65 mm abgelegt. Als Nachstriegel stehen zwei verschiedene Varianten zur Wahl. Die Striegel und der Schardruck lässt sich bequem aus der Kabine verstellen. 

Alles im Blick mit SeedEye

15 Jahre habe die Entwicklung gedauert, erklärte Christer Stark, CEO von Väderstad. Doch nun sei es so weit: Der Saatgutsensor SeedEye bietet die totale Saatgutüberwachung. Er misst die Anzahl der Körner pro Quadratmeter und kann an die Spirit R 300-400S, an die Rapid A 400-800S und an die Rapid A 600-800C angebaut werden. Mit dem SeedEye lassen sich nun die gewünschte Körneranzahl pro Quadratmeter einfach vom Fahrersitz aus einstellen und überwachen. Damit entfällt bei der Abdrehprobe das zurückrechnen über das Tausendkorngewicht.
Das System arbeitet mit sechs Fotozellen in jedem Zuführschlauch pro Säschar. Die Fotozellen bestrahlen Sensoren dauherhaft mit Infrarotlicht. Fällt nun ein Saatkorn an den Sensoren vorbei, wird der Lichtstrahl einen kurzen Moment unterbrochen. Die Fotozelle wird nicht belichtet und misst eine Spannungsdifferenz. Diese Differenz erkennt das System als ein Saatkorn und es wird gezählt. Das System arbeitet mit Raps am besten. Auf Grund der runden Saatgutform kann das System Rapssaatgut am besten messen und erreicht eine Genauigkeit von 99 %. Doch auch im Getreide soll die Genauigkeit bei 98 bis 99 % liegen. Die herkömmliche Abdrehprobe entfällt mit diesem System und auch die Saatgutmenge lässt sich leicht aus der Schlepperkabine anpassen.
 

Updates für Rapid A 400-800S

Die bekannte Baureihe Rapid A 400-800S wurde auch überarbeitet. Neben den oben beschriebenen und auf Wunsch erhältlichen SeedEye System wurde das Gebläse in den Tank integriert. Auch eine Arbeitsbeleuchtung soll die Aussaat erleichtern. An den Scheiben der Maschine sind V30-Hubs eingeführt worden, die die Lebensdauer erhöhen sollen. Auch die Klappung der Flügel wurde verbessert; die Sperre kann nun automatisch aus der Kabine betätigt werden. Auch der Reifenpacker wurde überarbeitet und soll dank Federung die Maschine auch bei hohen Geschwindigkeiten ruhig arbeiten lassen.

Opus wird kleiner

Seit gut einem Jahr sind nun die neuen Grubber Opus 600 und 700 von Väderstad auf dem Markt. Nun kommen zwei kleinere Modelle in 4 und 5 m Arbeitsbreite. Die Opus 400 und 500 sind zwar kleiner, haben aber die gleichen stabilen Rahmendimensionen wie die großen Brüder. Die 27 cm Strichabstand und 80 cm Rahmenhöhe bleiben gleich. Eine große Auswahl an Scharspitzen, auch Hartmetallvarianten, stehen den Kunden ab sofort zur Verfügung. Die variable Auslösekraft der Zinken beträgt dank der hydraulischen Steinsicherung maximal gewaltige 700 kg. Auch für die kleinen Varianten gibt es die beliebte offene U-Profil Walze Soilrunner, aber auch geschlossene Walzen für mehr Rückverfestigung wie der Steelrunner stehen zur Wahl. ksch
 
Weitere Infos unter www.väderstad.com
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