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Wachstumspause in der Landtechnikindustrie

Externer Autor
am
04.06.2014

Nach einem starken, vierjährigen Konjunkturaufschwung verbucht die Landtechnikbranche gegenwärtig etwas geringere Umsätze, wie der VDMA-Wirtschaftsbericht zeigt.

Auf das globale Branchenwachstum von sieben Prozent im vergangenen Jahr folgt ein Rückgang von drei bis fünf Prozent in diesem Jahr. "Damit bewegen wir uns jedoch nach wie vor auf einem ausgesprochen hohen Niveau", sagte Dr. Bernd Scherer, Geschäftsführer des Bereichs Landtechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Der VDMA belegte diese Zahlen nun in einem Wirtschaftsbericht.
 
Die Interpretation der Daten: Für die Konjunktur der internationalen Landtechnikmärkte könnte es eine Trendwende geben, eine tiefe Rezession ist aber nicht zu befürchten. Denn in Schwellenländern herrscht nach wie vor ein hoher Mechanisierungsbedarf der Landwirtschaft. Außerdem sei die Erlössituation der Landwirte weiterhin überwiegend gut, wie der VDMA ausführte.

Rekordumsätze im Jahr 2013

Die europäische Landtechnikindustrie erreichte 2013 mit einem Umsatz von 30 Milliarden Euro ein neues Rekordniveau. Die Hersteller in Deutschland spielten dabei eine zentrale Rolle, weil sie ihre Produktion um zehn Prozent auf 8,4 Milliarden Euro steigern konnten. Deutschland und Frankreich repräsentieren gemeinsam 42 Prozent des Landtechnikmarktes in der Europäischen Union. Eine ebenso überdurchschnittliche Dynamik erlebten die Unternehmen in den USA, Brasilien und in Fernost. Mittlerweile liegt der Anteil Chinas am weltweiten Produktionsvolumen für Landtechnik nach Angaben des VDMA bei rund 20 Prozent.

Prognose für 2014: Umsatzrückgang von vier Prozent

Bis zum Frühjahr lagen die Auftragsbestände an den großen Produktionsstandorten insgesamt noch auf der Höhe des Vorjahres. In Deutschland hielt der Auftragsbestand im ersten Quartal 2014 noch vor, sodass der Umsatz bis dato noch stabil geblieben ist. Seit Februar zeigen die Neubestellungen aber auch hier deutlich nach unten. Der französische Markt schrumpfte im ersten Quartal um rund ein Viertel und wird nach Einschätzung des VDMA sein Rekordniveau aus dem Vorjahr um etwa 15 Prozent verfehlen, in Deutschland könnte sich das Minus auf etwa 10 Prozent belaufen. Im langjährigen Vergleich könnte damit jedoch nach wie vor ein überdurchschnittliches Ergebnis realisiert werden.
 
Einen Wachstumstrend gibt es gegenwärtig in Spanien, Großbritannien sowie in den skandinavischen Märkten. Die Verkäufe nach Russland und in die Ukraine, den osteuropäischen Hauptmärkten der deutschen Landtechnikindustrie, gestalten sich aufgrund der politischen Rahmenbedingungen weiter schwierig. Der VDMA Landtechnik rechnet mit einem Rückgang des Branchenumsatzes in Höhe von etwa fünf Prozent auf 8 Milliarden Euro. Die Prognose für den weltweiten Umsatz 2014 liegt bei 93 Milliarden Euro, einem Rückgang um vier Prozent. je

Weitere Informationen finden Sie unter: www.vdma.org
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