Login
Lohnunternehmen

Betriebshilfe Schneider/Agrarservice Schneider: Unter Freunden

Betriebsilfe_Schneider_2
Thumbnail
Lena Kampschulte , traction
am
04.01.2018

Zwei Brüder und ein paar Freunde betreiben mit gebrauchter Technik ein Lohnunternehmen neben ihren eigentlichen Berufen – traction hat sie besucht.

Im bayerischen Eschenbach & Trabitz sind die Betriebshilfe Schneider und der Agrarservice Schneider beheimatet. Geführt werden die Unternehmen von den beiden Brüdern Sebastian und Markus Schneider. Die beiden gründeten das Unternehmen Betriebshilfe Schneider im Jahr 2007 – 2016 wurde das Unternehmen in Betriebshilfe und Agrarservice geteilt. Unterstützt werden sie von vier Freunden. Die Arbeit ist allerdings für alle nur eine Nebenbeschäftigung – sowohl Chefs als auch mithelfende Freunde arbeiten Vollzeit in ihren regulären Jobs. Nach Feierabend und wie es sich sonst einrichten lässt, steigen sie auf den Schlepper helfen anderen Landwirten beim Spitzenbrechen oder mit den typischen Agrar-Dienstleistungen.

Die Besonderheit: Die beiden Brüder setzen auf Gebraucht-Schlepper – und nicht etwa 0815-Technik. Ganz besondere Schlepper stehen auf dem Hof Schneider. Der Lamborghini Formula 135 war die erste Anschaffung und legte den Grundstein für das heutige Konzept. "Prinzipiell können wir bei allen Arbeiten helfen, wir kommen mit einem Schlepper und hängen das Güllefass des Landwirts an", erklärt Markus. "Denn die erforderlichen Maschinen sind ja fast immer da auf den Höfen, nur ist häufig kein Fahrer oder Schlepper frei."

Marktlücke

Betriebshilfe_Schneider_2

Der zweite Schlepper kam dann vor sieben Jahren hinzu. Die Brüder wollten das Silowalzen in der Region verbessern. Bislang kamen in der kleinteiligen Region meist nur Schlepper mit weniger als 180 PS Leistung zum Einsatz. So stießen die beiden auf den seltenen AgroStar 8.31 von Deutz-Fahr und schlugen zu: Technisch top, der luftgekühlte 9,5 l Sechszylinder war bereits komplett überholt, nur optisch benötigte er noch etwas Zuwendung, der der Bolide vorher lange an der Salzluft der Ostsee geschnuppert hatte. So wurde der Schlepper in der Schneiderschen Firmenfarbe Lamborghini-Silber lackiert – denn seit jeher gab es auf dem Hof keine andere Farbe.

Die Nummer drei ist ein Agrotron 230 – dieser läuft für den Agrarservice Schneider. Die Aufsplittung wurde nötig, da das Ganze anfangs etwas wild gewachsen war: Markus kaufte die Schlepper, sein Bruder die Maschinen. Die Hektarpreise dementsprechend gerecht aufzuteilen gestaltete sich als schwierig. So schaffte sich Sebastian mit dem Agrotron seinen eigenen Schlepper an und übernimmt seitdem das Mulchen, Dungstreuen und den Silagetransport. Der 7,2 Liter-Block im Agrotron liefert nach etwas Optimierung 280 PS an die Stummel – was die Mulcher dort auch abholen, wenn die Jungs mit 9 bis 11 km/h ein Maisfeld glätten.

Auch interessant