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Historie

Case IH: 175 wechselvolle Jahre

Breitbild
Matthias Mumme, traction
am
01.03.2017

Case IH feiert in diesem Jahr sein 175-jähriges Bestehen. Welche Marken und Technik-Meilensteine dabei tragende Rollen spielten, lesen Sie auf 10 Seiten in traction Ausgabe März/April 2017.

Von J. I. Case bis Case IH

Collage

Die Geschichte des heute global agierenden Fullliners beginnt im Jahr 1842. Jerome Increase Case gründet zu dieser Zeit seine J.I. Case Threshing Company, und entwickelt sowie produziert zunächst Dresch- und Mähmaschinen. Diese wurden seinerzeit noch von Pferden gezogen, Jahre später jedoch steigt auch Case in den Bau von zunächst gezogenen oder stationären, später auch selbstfahrenden Dampfmaschinen ein. Der erste benzinbetriebene Case-Traktor verlässt 1892 die Werkshallen.

Parallel dazu entwickelt sich die International Harvester Company, kurz IHC. Maßgeblich geprägt wurde diese durch Cyrus McCormick, der bereits ab dem zarten Alter von 15 Jahren Landmaschinen entwarf. IHC wurde im Laufe der Jahre, neben Ford und später John Deere, der Hauptkonkurrent von Case. Während der Weltkriege musste die Mechanisierung der nordamerikanischen und der europäischen Landwirtschaft massiv vorangetrieben werden, und befeuerte so den technischen Fortschritt. Es kamen die ersten Ganzstahl-Mähdrescher auf, dann benzin- und schließlich dieselbetriebene selbstfahrende Landmaschinen und Traktoren. Die Leistungen stiegen von Jahr zu Jahr an, und Ende der 1950er-Jahre begann die Blütezeit der Allradtraktoren. Auch Case und IHC spielten hier mit ihren ersten Modellen, dem 1200 Traction King und dem 4300, mit. Doch marktdominierend bei Allrad-Großtraktoren wurde ein anderer Hersteller: Steiger. 1958 begannen die Steiger-Brüder mit dem Bau von Knicklenkern, und wurden bald Marktführer auf diesem Gebiet. Case hingegen konzentrierte sich auf den Bau von allradgelenkten Traktoren mit starrem Rahmen, und IHC ging ein Joint-Venture mit Steiger ein. Während Case jedoch im Mähdrescher-Segment Boden verlor, konnte IHC mit der Axial Flow-Technik ab 1978 seine Marktposition stetig ausbauen.

Bereits 1972 hatte Case den britischen  Traktorenhersteller David Brown übernommen, konnte in Europa aber dennoch nicht wichtig Fuß fassen – anders als IHC. Die Farmkrise ab Ende der 1970er-Jahre wirbelte den Markt durcheinander. 1985 verkaufte IHC seine Landmaschinensparte an den damaligen Case-Eigner Tenneco. 1986 wurde außerdem auch Steiger übernommen, und nach Fall des Eisernen Vorhangs kamen weitere bedeutsame Namen wie Fortschritt Erntemaschinen und Steyr dazu. 1987 und 1996 ließ Case International die Fachwelt mehrfach aufhorchen, so mit der Magnum-Großtraktorenbaureihe, der Maxxum-Serie aus dem Werk in Neuss und dem Quadtrac-Raupentraktor. Dann jedoch wurde Case International bzw. Case IH selbst geschluckt – nämlich vom Fiat Konzern. Nach Jahren der Konsolidierung ist Case IH nun wieder auf dem Weg nach vorn – mit Innovationen wie dem Magnum Rowtrac oder seinem 2016 präsentieren autonomen Traktorkonzept.

Mehr zur Geschichte und den zu wichtigsten Meilensteinen  der 175 Jahre währenden Historie lesen Sie in einem 10-seitigen Beitrag in traction Ausgabe März/April 2017.

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