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Karriere

Dreschen und Lenken

Dieser Artikel ist zuerst in der traction erschienen.

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Julia Eder, traction
am
08.03.2016

Er fuhr Mähdrescher, schrieb über Mähdrescher, verkaufte Mähdrescher. Aber die Neugierde auf neue Herausforderungen war größer: Jetzt ist Alexander Hörmann (27) Produktspezialist für Precision Farming bei SDF.

Drei Männer in der Kabine, links und rechts einer auf den Trittstufen und hinten balancieren drei auf Hubarmen und Oberlenker – so kann die Schulung starten. Alexander Hörmann erklärt den Werkstattmitarbeitern der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft alle Funktionen des iMonitors und des zugehörigen Lenksystems Agrosky. Zwar hat der Agrotron 6190 TTV, auf dem die acht Männer Platz gefunden haben, schon um die 200 Stunden auf den Versuchsfeldern gearbeitet. Doch Alexander weiß: Viele Fragen kommen erst in der Praxis auf.

Alexander ist Produktspezialist für Precision-Farming-Lösungen von SDF: der kleine, weiße Satellitenempfänger auf dem Dach des Traktors, die automatische Lenkung, GPS-gestützte Schlag- und Applikationskarten, ISOBUS-Steuerung von Anbaugeräten und so weiter. Alexanders Aufgabe ist es, den Vertrieb und das Marketing rund um Precision Farming zu unterstützen, Schulungen für Händler zu halten, Vorführungen für Kunden zu organisieren, Wettbewerbsvergleiche und Kurzanleitungen zu erstellen und Feedback an die Entwicklungsabteilung zu geben.

Klicken statt Schrauben

Nach der Schulung wird Alexanders Hilfe noch in einer Landtechnik-Werkstatt gebraucht: An einem Agrotron 6140 TTV wurde nach 330 Stunden im Einsatz ein Agrosky-Empfänger nachgerüstet. Der Landwirt will mit GPS die Teilbreiten seiner Amazone-Spritze automatisch schalten. Doch auf dem Traktor kommt kein GPS-Signal an. Gemeinsam mit einem Mechatroniker überprüft Alexander die gesamte Verkabelung – fehlerfrei eingebaut. Schließlich checkt er noch die Einstellungen am iMonitor und siehe da – mit zwei Klicks ist der Fehler behoben.

„Es ist hilfreich, dass wir zu Hause auch zwei große Deutz-Fahr-Schlepper mit Agrosky-Empfängern haben“, verrät der Produktspezialist. „Ich arbeite also in der Theorie und in der Praxis damit. So kann ich den Händlern oft schon telefonisch weiterhelfen, ohne rausfahren zu müssen.“ Insgesamt betreut Alexander das gesamte süddeutsche Händlernetz von SDF und unterstützt seine Kollegen in Österreich und der Schweiz. Für Norddeutschland ist ein Kollege zuständig. Dennoch ist Alexander mehr als die Hälfte seiner Arbeitstage auf Dienstreisen.

Mehr über Alexander Hörmann, seine Karriere und das Unternehmen SDF lesen Sie in der traction-Ausgabe März/April 2016.

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