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Hobby

Englands Allradwunder

Externer Autor
am
05.11.2014

Bei ihren „Working Days“ zeigen die Mitglieder der englischen Blue Force Association Traktoren von Fordson und Ford sowie in Serie produzierte Umbauten wie solche von County und Roadless. Wir besuchten die kleine Clubveranstaltung in der Nähe der mittelenglischen Stadt Coventry.

{BILD:620431:jpg}{BILD:620432:jpg}Vor vier Jahrzehnten – noch als Junge – saß der englische Farmersohn Malcom Bell aus Bolton-by-Bowland erstmals am Steuer eines Ford 5000-Traktors und zog mit einem dreischarigen Beetpflug seine ersten Pflugfurchen. Damals hätte er sich wohl kaum träumen lassen, dass die besonders auf den britischen Inseln sehr verbreiteten blauen Schlepper ihn sein Leben lang begleiten würden und er eines Tages aus purer Leidenschaft mit seinem Roadless 115, Baujahr 1969, ganze Wochenenden mit unbezahlter Feldarbeit auf fremden Äckern verbringen möchte. Und er ist nicht der Einzige: Zusammen mit fast 1.000 Gesinnten hat er sich der vor drei Jahren gegründeten Blue Force Association angeschlossen. 

Der auf die „blauen Traktoren“ der Firmenfamilie Fordson, Ford und New Holland sowie Abkömmlingen dieser Marken spezialisierte Traktorclub veranstaltet mehrmals im Jahr „Working Days“. Diese ermöglichen es 
seinen Mitgliedern und interessierten Besuchern, zahlreiche dieser klassischen Traktoren zusammen im realen Einsatz zu erleben. „Unsere Working Days finden an stets verschiedenen Orten statt, immer dort, wo sich ein Landwirt bereit erklärt, dem Club eine ausreichende Fläche für die klassische Bodenbarbeitung mit Pflug, Grubber und Egge zur Verfügung zu stellen“, erklärt Clubsekretär Peter Plehov.
 
Angesichts dieser Highlights mit Liebe zum Detail, der entspannten Clubatmosphäre mit viel englischem Humor sowie der fast unbegrenzten Bewegungsfreiheit ohne Absperrungen auf dem Gelände erstaunt die im Vergleich zu anderen Traktorevents recht niedrige Besucherzahl bei den Working Days: „Je nach Austragungsort, Jahreszeit und Wetter hatten wir seit unserer Gründung vor drei Jahren bislang zwischen 0 und 1.000 Besucher“, so Plehov. Auch im Hinblick auf die rund 300 Besucher am 6. und 7. September hofft er, dass seine Club-Events mit zunehmender Bekanntheit auch mehr Besucher anziehen: „Wer  weiß – vielleicht können wir eines Tages auch in Deutschland einen Blue Force Working Day veranstalten.“ Wir von traction würden das wie viele Ford- und Oldtimer-Fans sicher auch unterstützen. von Sascha Jussen

Den vollständigen Bericht zu den Blue Force Working Days und den Traktoren, die es zu sehen gab, lesen Sie in der traction-Ausgabe November/Dezember 2014.
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