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Karriere

High-Speed-Leitung

Externer Autor
am
17.11.2015

Während des Studiums hat er sich noch auf keinen konkreten Beruf festgelegt, wanderte dann für vier Jahre nach Kanada aus. Jetzt leitet Peter Wieland eine Agravis-Niederlassung in Sachsen-Anhalt.

Der BiG X 480 dreht schon seit einigen Stunden seine Runden auf dem Maisfeld. Zuerst hat sich der Betriebsleiter einen Eindruck von seiner potenziellen neuen Anschaffung gemacht, jetzt sind seine beiden Fahrer an der Reihe, die in Zukunft die fast 500 PS bändigen werden – falls der Chef den Häcksler kauft. Peter Wieland würde sich darüber jedenfalls freuen. Beim Warten auf das nächste Abfahrgespann inspiziert er an diesem kühlen Herbsttag gemeinsam mit dem Krone-Vorführfahrer Andre Hancken und den Fahrern den Häcksler und beantwortet Fragen.
 
Erntezeit ist Kaufzeit. Es ist einer der letzten Feldtage in diesem Jahr für Peter, denn bald kommt der Winter und damit die Bürotage. In der Erntezeit ist der 34-Jährige fast jeden Tag bei Vorführungen und Kunden unterwegs, die ihre Anschaffungen für die nächste Saison planen. „Die Milch- und Getreidepreise drücken allerdings im Moment die Investitionslaune“, erklärt Peter. Das sind dieses Jahr die großen Herausforderungen für den Leiter der Agravis-Niederlassung in Lindau, Sachsen-Anhalt.

Zwischen Feld und Büro

{BILD:646865:jpg}Der gebürtige Brandenburger hat inzwischen zwei Jahre Erfahrung als Niederlassungsleiter und weitere drei Jahre als Verkäufer. Abrechnungen und Kaufverträge fertig machen, Kaufgespräche vorbereiten, Kundenmaschinen organisieren, sich zwischendurch mit dem Werkstattleiter austauschen und nebenbei auf alle Anfragen reagieren, die spontan reinkommen – das ist Routine. „Eine Niederlassung funktioniert nur in Arbeitsteilung“, erklärt Peter, der am späten Nachmittag vom Feld zurück in sein Büro kommt, um hier noch die Routinearbeiten zu erledigen. „Und wir sind hier als Team gut aufgestellt.“

Sein Team, das sind 20 Mitarbeiter: vor allem Landmaschinenmechaniker, aber auch eine Sekretärin, zwei Lageristen und ein weiterer Verkäufer, mit dem sich Peter das Verkaufsgebiet aufgeteilt hat. Die Personalplanung ist ebenfalls Aufgabe des Niederlassungsleiters. „Es ist wichtig, Arbeitsplätze in der Region zu schaffen und den jungen, talentierten Leuten gute Perspektiven zu geben.“

Die Region ist das Grenzgebiet zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Neben mittelständischen Unternehmen gibt es auch einige Agrarbetriebe als Arbeitgeber. Betriebsgrößen von mehr als 3.000 ha mit 1.000 Milchkühen sind keine Seltenheit. Aber auch mittlere Betriebe mit 100 bis 300 ha, Mutterkuhhalter und Gemüsebauern gehören zu Peters Kundenkreis. Und die gilt es, von seinen Produkten zu überzeugen, also den Marken Fendt, Valtra und Challenger, Krone, JCB, Lemken, Rauch und mehr. je
 
Das vollständige Portrait von Peter Wieland und seinem Alltag als Agravis-Niederlassungsleiter lesen Sie in der traction-Ausgabe November/Dezember 2015.
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