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Ausland

Im Kampf gegen Zeit und Dürre

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© Mumme, traction
Matthias Mumme, traction ,
am
04.05.2018

In Teil 2 unserer Südafrika-Reportage haben wir weitere Farmer und Lohnunternehmer im südafrikanischen Maisgürtel besucht.

Süßmaisanbau für Maisbrei und Maisklöße

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© Mumme, traction

Zu Ihnen gehört Marius Erwee von der Erwee Boerdery, der in dritter Generation einen Gemischtbetrieb mit Ackerbau, Rinderhaltung und Jagd betreibt. Das wirtschaftlich bedeutendste Standbein ist die Süßmaisproduktion für den südafrikanischen Lebensmittelmarkt – denn der Mais wird zu Brei und Klößen weiterverarbeitet, die in Südafrika eine regionale Spezialität sind.

Beim Maschinenpark setzt Marius Erwee ausschließlich auf Großtraktoren von Challenger und John Deere. Vier MT800B sind mit Einzelkornsämaschinen im Einsatz, die eine Spezialanfertigung mit einem Rahmen samt Düngertank von Equalizer und Säaggregaten von John Deere sind. Die Reihenweite beträgt fast einen Meter, denn die Aussaatstärke ist mit 25.000 bis 30.000 Körnern pro Hektar sehr gering. Doch auf den leichten Sandböden ist diese Bestandsdichte optimal, im bei dem begrenzt verfügbaren Wasser höchste Erträge zu erzielen.

Zusätzlich sind zwei MT700C-Raupentraktoren von Challenger mit Tiefenlockerer und Rodehacke im Einsatz. Dazu gesellen sich ein John Deere 8335RT-Raupentraktor und vier 7230R-Standardtraktoren.

Ackern mit ACOs

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© Mumme, traction

Auch einige der südafrikanischen ACO-Knicklenker haben wir wieder im Einsatz bestaunen können. Zwei davon hatte Nico Coetzer in seinem kleinen Lohnunternehmen im Einsatz. Mit vier Fahrern führte er vornehmlich Lockerungsarbeiten und die Bodenbearbeitung mit Scheibenegge und Pflug durch. Jedoch geriet er mit diesem Maschinenpark an seine Grenzen, da er zu wenig Kundschaft bedienen konnte. Diese wanderte dann ab zu größeren Lohnunternehmern. Somit entschied sich Nico, sein Unternehmen 2017 zu schließen, die Technik zu verkaufen und stattdessen als Manager im Lohnunternehmen seines Onkels Jacques Griessel einzusteigen.

Auch Kosie Muller, der südlich von Johannesburg auf schweren Tonböden wirtschaftet, setzte bei unserem Besuch noch auf einen ACO 460, dem er jedoch einen Cummins-Sechszylinder einpflanzte. Dieser bietet mehr Drehmoment als der originale V10 Biturbo von ADE, der zudem auch noch mehr Diesel verbrauchte. Doch Probleme mit der neuen Motorelektronik veranlassten Kosie Muller dazu, den ACO zu verkaufen. Fortan will er die Hauptarbeit auf seiner Farm südlich von Johannesburg von einem Agrico 4+400 verrichten lassen.

Den ausführlichen 12-seitigen Bericht lesen Sie in traction Ausgabe Mai/Juni 2018.

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