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Betriebe

Lila Lohni

Externer Autor
am
03.03.2015

Über Traktoren in Signalviolett wundert sich in Innsbruck niemand mehr. Sie gehören zum Lohnunternehmen Pittl und sind im Winter fast täglich unterwegs, um Schnee zu räumen, Salz zu streuen – oder die Skisprungschanze zu präparieren.

Morgens, 4 Uhr in Innsbruck: Bei Minusgraden rieselt der Schnee auf die Straßen der Tiroler Landeshauptstadt. Dort bleibt er nicht lange liegen, denn auf dem Hof des Lohnunternehmens Pittl werden Schneepflüge, Salzstreuer und die Schneefräse an die Steyr-Flotte 
montiert. Die Mitarbeiter brechen auf zum Schneeräumen. Die Schicht wird erst zu Ende sein, wenn es aufhört zu schneien.
 
Junior-Chef Florian Pittl ist mit dem neuesten Schlepper des Betriebs unterwegs, einem CVT 6230. Der 32-Jährige fährt mit der Rückfahreinrichtung über einen Parkplatz. An der Zapfwelle hat er eine Schneefräse montiert, mit der er einen zusammengeschobenen Schneeberg ins Gebüsch bläst. „Heute wird es nicht so lange dauern“, schätzt Pittl. Er bekommt die Wetterdaten vom Flughafen Innsbruck. „Mit den Daten können wir schon in etwa abschätzen, wann und wie lange wir unterwegs sein werden.“ Zwischen Weihnachten und Silvester war es in dieser Saison besonders anstrengend. Tagelang fiel Schnee und die sieben Traktoren des Lohnunternehmens waren 40 Stunden am Stück 
unterwegs. „Von den Feiertagen hatten wir nicht viel, aber das macht mir nichts aus.“

Urlaub bei den Herstellern

{BILD:629325:jpg}Urlaub bedeutet für Pittl und die Mitarbeiter zum Beispiel die Fahrten zu den Herstellern. Bei Pittl werden die Maschinen selbst abgeholt, egal ob Steyr-Traktoren aus dem 350 km entfernten Sankt Valentin oder Pöttinger-Geräte aus dem 300 km entfernten Grieskirchen. 2014 ging auch eine Reise nach Irland: McHale hatte das Lohnunternehmen eingeladen. Von Anfang an setzte Pittl beim Pressen auf den irischen Hersteller. Inzwischen laufen dort vier Rundballenpressen von McHale.
 
Pressen war neben dem Winterdienst die erste Dienstleitung, die das Lohnunternehmen angeboten hat; 1999 war das. 2001 kaufte Pittl den ersten signal-violetten Steyr, einen CVT 170. Der läuft heute noch und hat 18.000 Stunden auf der Uhr. 2003 bekam er Gesellschaft von einem 9105, danach kam alle zwei Jahre ein weiterer Steyr-Traktor mit stufenlosem S-matic-Getriebe dazu. Auch die Anbaugeräte wurden immer mehr. 2007 reichte die Stellfläche auf der ehemaligen Hofstelle im Zentrum von Igls nicht mehr aus und das Lohnunternehmen Pittl baute eine neue Garage am Ortsrand. Inzwischen ist auch die zu klein, sodass dieses Jahr eine neue dazukommen soll. je
 
Welche Geräte beim Lohnunternehmen Pittl sonst noch laufen und welche Dienste die Innsbrucker anbieten, lesen Sie in der traction-Ausgabe März/April 2015.
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