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Betriebe

Mehr Grip, halber Druck

Dieser Artikel ist zuerst in der traction erschienen.

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Matthias Mumme, traction
am
02.03.2016

Seit dem Sommer 2015 ist der erste Claas Xerion 4000 in Deutschland mit Zwillingsrädern im Einsatz. Wir haben den bodenschonenden Trac und seinen Besitzer besucht.

Dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen, ist für viele ein Traum. Doch darum ging es Johannes Hagge nicht, als der gebürtige Schleswig-Holsteiner 2007 nach einer beruflichen Station in München 2007 die Stelle als Verwalter des Guts Pinnow Duckow GbR antrat. Etwa mittig zwischen Malchin im Westen und Stavenhagen im Osten bestellt der Betrieb rund 1.500 ha Ackerland und bewirtschaftet weitere 500 ha mit dem eigenen Maschinenpark.

Einsame Region, starke Planeten

In der dünn besiedelten, durch Landwirtschaft geprägten Region sind die meisten Flächen arrondiert  und zu großen Einheiten zusammengefasst. Das Umsetzen überbreiter Technik ist kein Problem. Daher überrascht es kaum, dass genau hier der erste Claas Xerion 4000 mit Zwillingsrädern in Deutschland im Einsatz ist.

Zwillingsbereifung bekommt der saatengrüne Trac aus Harsewinkel erst seit der Generation Tier 4 final aufgezogen, also seit Ende 2013. Vorher waren Achsen und Lenkung nicht auf die Kräfte ausgelegt, die durch den längeren Hebel auf Achsschenkel und Antriebsstrang wirken. Die neuen Achsen vom Typ Rába 579 mit dreistufiger Übersetzung und zweistufigem außenliegenden Planetengetriebe in den Radnaben schaffen das.

Bloß keinen Druck ausüben

"Eigentlich haben wir uns für einen zwillingsbereiften Knicklenker interessiert", erzählt Hagge. "Doch dann kam Claas mit dem Angebot, einen mit Zwillingsrädern ausgestatteten Xerion 4000 liefern zu können." Im Juli 2015 stand der 435 PS starke Großtraktor dann auf dem Hof. Die Achsen sind mit je vier Reifen der Dimension 710/70 R42 mit 2,05 m Außendurchmesser bestückt. "Die können wir auch mit 0,6 bar fahren!"

Hagge setzt den Xerion 4000 vor allem für schwere Zugarbeiten ein. Neben einer 12 m breiten Joker RT von Horsch zieht der Bolide einen 7,5 m breiten Tiger-XL-Flachgrubber und einen umgebauten 5 m breiten Tiger-AS-Schwergrubber. Vor dem Flachgrubber sind vorn 2,6 t Ballast eingehängt, beim Arbeiten mit dem Tiger AS ebenfalls – dort wird bei Bedarf auch Ballast hinter die Kabine gepackt.

Den vollständigen Bericht über den doppeltbereiften Xerion 4000 von Claas und den Betrieb von Johannes Hagge lesen Sie in der traction-Ausgabe März/April 2016.

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