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Praxis

Im Namen der Möhre

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am Mittwoch, 06.03.2019 - 13:51

Möhren lieben gute Böden – kein Wunder also, dass sich das LU Fischer aus der Soester Börde der Möhre verschrieben hat.

Superfood Möhre

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Orange und ziemlich gesund – das beschreibt Möhren, Karotten oder auch Mohrrüben ziemlich genau. Die Deutschen lieben Möhren, pro Jahr verzehren sie rund 500.000 Tonnen (Platz 2 nach Kohlgemüse). Um richtig gute Möhren anzubauen, braucht es einen guten Boden. So ist der Möhrenanbau in der Soester Börde mittlerweile weit verbreitet. Das LU Fischer aus Werl-Büderich hat sich der Möhre verschrieben. Wir haben mit den Inhabern gesprochen und uns die Ernte angeschaut. Möhren sind ein beliebtes Gemüse und lassen sich wunderbar lagern. Dennoch gibt es beim Anbau einiges zu beachten. So lieben die Möhren leichte Böden mit einem guten Humusgehalt und einer guten Wasserversorgung. Um lagerfähig zu sein, brauchen Möhren außerdem Boden – das heißt: Zur Ernte sollte es lieber etwas nasser sein, denn ohne anhaftenden Boden, kann die Möhre nicht gelagert werden. Die Soester Börde ist eine der fruchtbarsten Regionen Deutschlands und ist deshalb bestens für den Möhrenanbau gerüstet. Dennoch wird hier erst seit wenigen Jahren verstärkt auf das orangene Gemüse gesetzt. „Wir übernehmen seit fünf Jahren Arbeiten im Bereich Möhrenanbau“, erklärt Friedrich Fischer, Inhaber des Landtechnischen Lohnunternehmens Fischer.

Anbau & Ernte

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Der Anbau der Möhren läuft folgendermaßen ab: Die Aussaat übernimmt das LU Fischer mit einer Agricola-Sämaschine. Hier kommt dann ggf. auch der selbstgebaute Krustenbrecher zum Einsatz. Die Pflegemaßnahmen übernehmen die Landwirte in der Regel selbst. Vor der Ernte wird dann ggf. bewässert. Ist der Boden zu trocken, muss vor der Ernte bewässert werden, damit den Möhren genug Erde anhaftet, um lagerfähig zu bleiben. Der trockene Sommer 2018 hat auch den Möhren-Anbauern der Soester Börde zu schaffen gemacht. Auch wenn die Region noch vergleichsweise glimpflich davonkam, musste hier verstärkt bewässert werden. Die Ernte wird komplett vom LU Fischer übernommen, wobei die Landwirte z.T. das Abfahren übernehmen. Für die Ernte hat Fischer einen Dewulf-Möhrenroder im Einsatz. Der selbstfahrende, zweireihige Klemmbandroder ZKIIS verfügt über einen Ablade-Elevator. Die Möhren werden mit Hilfe der 14 m langen Roderiemen gleichmäßig in die Klemmbandeinheit eingehängt. Dank der sogenannten „Floating Shares“ – zwei individuellen Rodeelementen mit unabhängigen Rodescharen – funktioniert dies auch bei hohen Fahrgeschwindigkeiten. Unter der Motorhaube ist übrigens ein Scania DC9 85 A Tier 4 final-Motor mit 350 PS zu finden.

Ertrag

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Insgesamt rodet das LU Fischer so im Jahr ca. 100 ha. Pro ha sind das im Durchschnitt etwa 100 Kisten. Fischer dazu: „In trockenen Jahren wie 2018 kommen wir nur auf etwa 80-90 Kisten/ha. Dafür konnten wir in den Vorjahren auch oftmals 125 Kisten/ha ernten.“ 600 kg verkaufsfähige Ware bringt eine Kiste durchschnittlich – inkl. Ausschuss-Ware, angehafteter Erde usw. bringt eine Kiste gut 1.300 kg auf die Waage.

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