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Nasenbär

Externer Autor
am
14.01.2014

1978 betrat Fendt mit dem Großtraktor Favorit 620 LS absolutes Neuland. In Serie ging der Schlepper nie, jedoch gingen aus ihm die größeren Modelle 622 und 626 hervor.

Der Schlepper war mit einem Fünfzylinder-MAN-Motor ausgestattet, der 136 kW/185 PS leistete. Erstmals kam eine neuartige Transaxle-Bauweise zum Einsatz, bei welcher der Motor vor der Vorderachse positioniert war. Dementsprechend wurde das Getriebe nicht direkt an den Motor angeflanscht, sondern beide Komponenten wurden mittels einer massiven Kardanwelle miteinander verbunden. Es blieb jedoch bei einem Prototypen, der später zum Favorit 622 LS aufgerüstet wurde. 1980 ging der 622er in Serie, blieb aber ein echter Ladenhüter. Denn die Nachfrage nach solch leistungsstarken Traktoren war eher verhalten, so dass die meisten Einheiten exportiert wurden. Das traf auch auf den leistungsstärkeren Favorit 626 LS/A zu, von dem sogar Exemplare nach Saudi-Arabien und Australien geliefert wurden. Heute sieht man die durch die kopflastige Transaxle-Bauweise "Nasenbär" genannten Schlepper häufig auf Feldtagen oder Taktorpulling-Events. mu
 
Mehr über den Fendt Favorit 626 LS/A lesen Sie in traction Ausgabe Januar/Februar 2014.
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