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Lohnunternehmen

One-Man-Show

MAN TGA Transportunternehmen Tewes
Alexander Brockmann, traction
am
12.03.2018

Alex Schulte bringt bei dem Transportunternehmen Tewes aus Geseke Carbokalk mit einem selbstfahrenden Kalkstreuer aus. Wir haben uns die Umbauten des Trucks und die gesamte Logistik dahinter näher angeschaut.

Transportunternehmen Tewes

Eigentlich hat das Transportunternehmen Tewes wenig mit einem landtechnischen Lohnunternehmen gemein. Hauptsächlich bietet das Unternehmen Leistungen im Bereich Transport, Steinbruchdienstleistungen und Lagerhaltung an. Doch zwei Unikate sind auf landwirtschaftlichen Äckern unterwegs: Es sind zwei selbstfahrende Kalkstreuer. Hinten am Truck ist ein Tieflader angehängt, darauf befestigt ein Radlader – so kommt das Gespann bei den wartenden Kalkbergen am Feldrand an. Den kompletten Streuablauf hat Tewes clever gelöst: Es gibt nur einen Fahrer, der vom Beladen bis zum Kalkstreuen alles übernimmt und auch die nötigen Maschinen in einem Zug dabei hat.

Der MAN TGA 41.410

Für den Einsatz auf landwirtschaftlichen Flächen hat der Streuer einige Veränderungen erhalten. Für das Fahrgestell bediente man sich an einem MAN TGA 41.410 – ein Bundeswehr-Chassis und 410 PS Motorleistung. Eine gleichmäßige Gewichtsverteilung auf vier angetriebenen Achsen war das Hauptkriterium für den Selbstfahrer. Der Aufbau stammt ursprünglich von Streumaster und fasst 20 Kubik. Tewes hat jedoch die gesamte Hydraulik verstärkt. Um den Landwirten ein optimales Streubild zu gewährleisten, wurde vor einigen Jahren ein sogenannter Carbonator eingebaut, der Kalkklumpen zermahlt. Die Ausbringung wird automatisch geschwindigkeitsabhängig geregelt. Zusätzlich ist eine GPS-Anzeige von Trimble montiert, die als Parallelfahrhilfe für die 18 m Streubreite dient.

MAN TGA Transportunternehmen Tewes

Spezialgebiet Carbokalk 

Den Kalk bekommt Tewes von den Südzucker-Werken in Warburg und Wabern – und er nennt sich Carbokalk. Da er ein Nebenprodukt aus der Rübenfabrik ist, fällt er auch nur während der Rübenkampagne an. Das bedeutet für Tewes: rund 45.000 t Carbokalk gilt es zu managen. Eine weitere Herausforderung ist, dass der Dünger hauptsächlich auf die Stoppeln nach der Getreideernte gestreut wird, und nur etwa ein kleiner Teil vor der Rüben- bzw. Maisaussaat – dementsprechend müssen genügend Lagerkapazitäten vorhanden sein..

Die ausführliche Reportage mit weiteren Details zum Kalkstreuer, Radladern und Carbokalk lesen Sie in der aktuellen traction März/April 2018.

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