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Karriere

Vom PC aufs Feld

Externer Autor
am
28.02.2015

Alexander Haselhoff (36) ist Konstrukteur bei Horsch und Teamleiter der Abteilung Scheibensätechnik. Seine Ideen werden zu Bauteilen, zum Beispiel für Horschs meistverkaufte Sämaschine Pronto.

{BILD:629623:jpg}Weizen, Raps, Gerste, Erbsen, in transparente Tütchen verpackt und ordentlich beschriftet, liegen auf dem Schreibtisch von Alexander Haselhoff. Bei der Entwicklung von Einzelkornsämaschinen will er das Saatgut immer griffbereit haben. Auf dem Regal hinter ihm sind die Bauteile aufgereiht, die er in den vergangenen Monaten und Jahren konstruiert, getestet und zur Marktreife gebracht hat: ein Einzelkorndosierer, ein Säschar, eine Andruckrolle und vieles mehr. All diese Bauteile gehören zur Sämaschine Pronto von Horsch.

Alexander Haselhoff ist Teamleiter in der Konstruktionsabteilung für Scheibensätechnik. Um 07:30 Uhr beginnt sein Arbeitstag im bayerischen Sitzenhof bei Schwandorf. Dann muss er erst einmal E-Mails beantworten und Kundendienstanfragen lösen. Nach ein bis zwei Stunden öffnet er die CAD-Software, Alexanders wichtigstes Arbeitswerkzeug. CAD steht für computer-aided Design, also das Konstruieren dreidimensionaler Objekte am PC. „Am liebsten konstruiere ich am Freitagnachmittag, wenn alle anderen weg sind. Dann finde ich die Ruhe dazu.“ Etwa 60 Prozent seiner Arbeit verbringt der 36-Jährige am PC.

Um gute Maschinen konstruieren zu können, braucht es Praxiswissen. Alexanders Vater ist Chef einer ehemaligen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft. „Das erste Mal bin ich so mit 12 oder 13 alleine Schlepper gefahren. Mein Vater hat mir den Traktor aufs Feld gefahren und ich hab dort mit so einem alten 3 m breiten DDR-Grubber den ganzen Tag gearbeitet.“  Weil sich Alexander vor allem für die Maschinen interessierte, absolvierte er nach dem Abitur erst eine Ausbildung zum Mechaniker in einer Landmaschinenwerkstatt und dann ein Maschinenbaustudium. Sein Praxissemester verbrachte er bei Horsch, seine Abschlussarbeit schrieb er bei Horsch und auch danach blieb der gebürtige Sachse in Schwandorf.
 
Sein erstes Projekt war die Pronto, die bis heute meistverkaufte Sämaschine von Horsch. Er hat die ersten Prototypen der Pronto begleitet und ist für alle Nachfolgemodelle mit Arbeitsbreiten von 3 bis 12 m verantwortlich. „Mit der Saat wird der Grundstock für die Ernte gelegt. Ich finde ja, es ist fast egal, welcher Traktor dafür eingesetzt wird, solange die Sämaschine zuverlässig und präzise funktioniert. Für mich beginnt der Erfolg eines Landwirts mit der richtigen Sämaschine.“ je

Mehr über Alexander Haselhoff, seinen Arbeitsplatz und Arbeitsalltag bei Horsch und die Aufgaben eines Konstrukteurs, lesen Sie in der traction-Ausgabe März/April 2015.
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