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Youngtimer

Rares Goldstück

Nectra Detail
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Matthias Mumme, traction
am
08.05.2017

Mit den Nectra-Modellen wollte Renault seinerzeit den Absatz ankurbeln. Der Erfolg blieb trotz moderner Ausstattung jedoch überschaubar.

Modernes Technikpaket

Nectra Totale

Nicht nur optisch machten die Nectra zu ihrer Zeit etwas her. Klar – das Farbkleid mit gold-metallic-Lack und getönten Scheiben zug viel Aufmerksamkeit auf sich. Doch auch unter dem kantigen Blechkleid hatten die Franzosen viel zu bieten. Dazu gehörte ein sparsamer MWM-Sechszylinder ebenso wie die damals einzigartige Kabinenfederung, die den Fahrkomfort extrem verbesserte. Auch das Getriebe mit drei Lastschaltstufen und einer vorwählbaren Wendeschaltung mit Shuttle-Hebel konnte damals kein anderer Wettbewerber in dieser Ausbaustufe bieten. Dennoch blieben die Nectra wie auch ihre konventionellen Renault-Brüder der TZ- und TX-Serien absolute Exoten im deutschsprachigen Raum.

Gute Gelegenheit

Nectra Besitzer

Das schlechte Image der Renault-Traktoren scherte Bernhard Speckbacher jedoch nicht, als er 2001 zuschlug und sich den Nectra 155-54 auf den Hof holte. Gerade einmal 19.000 Euro musste er für den damals erst knapp 4.000 Bh gelaufenen Schlepper hinlegen – und hat den Kauf bis heute nicht bereut. Probleme gab es in den zusätzlich rund 2.000 Bh bis heute kaum. Die Kopfdichtung und eine Laufbuchse mussten mal nach Wasserverlust erneuert werden, und der Shuttle-Hebel hatte eine zeitlang Kontaktprobleme  – hier half ein neu eingelötetes Kabel. Dazu riß ein Auge am Lenkzylinder aus, was glücklicherweise nicht bei Straßenfahrt passierte.

Auch weiteren Exoten gab Bernhard Speckbacher in den letzten Jahren übrigens ein neues Zuhause. Dazu gehört seit neuestem auch ein Same Laser 130 von 1987 –  ebenfalls ein stark unterschätzter Traktor, an dem Bernhard Speckbacher neben dem unanfälligen luftgekühlten Sechszylinder vor allem die leichtgängige Schaltung und die großen Räder schätzt.

Den umfassenden 8-seitigen Artikel lesen Sie in traction Ausgabe Mai/Juni 2017.

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