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Auslandsreportage

Riskantes Geschäft

Erdnussernte Südafrika Breitbild
Matthias Mumme, traction
am
01.07.2019

Der Erdnussanbau in Südafrika verspricht hohe Deckungsbeiträge – ist aber nicht ohne Risiken. Wir waren bei der Ernte der geocarben Leguminosen dabei.

Absätziges Verfahren

Erdnuss Südafrika Roden

Bereits einige Male waren wir auf der Farm von Jacques und Wilma Griessel im südafrikanischen Maisgürtel zu Gast – bislang jedoch stets zur Aussaatzeit. Nun wollten wir uns die Ernte der Hauptfrucht auf der Farm der Griessels ansehen: der Erdnuss. Die geocarb, also unter der Erde Früchte tragende Leguminose ist eine der wichtigsten Anbaukulturen Südafrikas – neben Körnermais, Weizen und Wein. Die Erntezeit verläuft etwa von Anfang bis Ende Mai, etwas früher als die Körnermaisernte.

Zunächst werden die in Reihen wachsenden Früchte gerodet. Jacques Griessel nutzt dafür mehrere Traktorengespanne mit zweireihigen dreipunktangebauten Rodern, die zwei Reihen auf ein Schwad legen. Danach müssen Kraut und Nüsse etwa 6 Tage lang durchtrocknen und absterben, bevor sie aufgenommen und separiert werden können.

Große Technik & viel Handarbeit

Amadas 9900 Erdnussernte

Dann rücken auf den Feldern der Griessels drei Amadas 9900 an – Jacques Griessel importierte die Maschinen selbst gebraucht aus den USA, wo Amadas als Weltmarktführer in diesem Segment Selbstfahrer auf Basis von John Deere-Mähdreschern fertigt. Auch gezogene Vollernter hat Amadas im Sortiment, die es aber in Südafrika auch von lokalen Anbietern gibt. Selbstfahrer sind im Land am Kap der Guten Hoffnung eher die Ausnahme.

Die Amadas 9900 können mit ihrer Pickup drei Schwaden, also 6 Reihen, Erdnüsse aufnehmen und über Trommeln im Inneren Kraut und Nüsse voneinander trennen. Ist der Bunker voll, so wird hydraulisch auf Anhänger überladen. Starke ACO-Knicklenker ziehen diese dann zum Feldrand, wo zahlreiche Arbeiter darauf warten die Nüsse in Säcke zu verpacken und zum dreiwöchigen Trocknen aufzureihen. Anschließend kommen die Säcke auf die Farm, wo sie entweder entschalt und nach Größenfraktionen verpackt oder als Schalenware an die privaten Händler verschickt werden. Abnehmer sind schließlich Länder wie Japan und China ...

Die ausführliche 8-seitige Reportage mit vielen weiteren Informationen und Bildern lesen Sie in traction Ausgabe Juli/August 2019 – ab 4. Juli im Handel, im Abo und als E-Paper.

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