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Ausland

Russlands schwarzes Gold

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am Montag, 12.11.2018 - 09:30

In Woronesch liegt Russlands schwarzes Gold: die fruchtbare Schwarzerde. Henrik Wulferding war hier als Praktikant auf dem Prodimex-Versuchsbetrieb tätig.

Praktikum in Russland

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Prodimex gehört mit 800.000 ha zu den Giganten der Agrarbetriebe. In Woronesch liegt der Versuchsbetrieb mit über 6.000 ha. Henrik Wulferding war hier als Praktikant tätig und konnte einen Einblick in die spannende Welt der russischen Landwirtschaft gewinnen. Aufgewachsen ist der gelernte Landwirt Wulferding auf einem Ackerbaubetrieb in Niedersachsen . Nach der Ausbildung folgten ein Bachelor-Studium der Landtechnik und ein Master-Studium im Bereich Maschinenbau. Mittlerweile ist Wulferding als Entwicklungsingenieur beim Kartoffeltechnik- Spezialisten Grimme beschäftigt. Das Praktikum fand während der Semesterferien auf dem Prodimex-Versuchsbetrieb statt. Gemeinsam mit Henrik Wulferding war noch ein anderer Agrar-Student mit an Bord.

Agrar-Gigant Prodimex

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Mit 800.000 ha gehört der Prodimex-Konzern zu den Top 5 der weltweit größten Agrarbetriebe. Und 6.000 ha fasst alleine der Versuchsbetrieb – für deutsche Verhältnisse riesig. Hier ist auch der deutsche Agrarberater Klaus John aus Nienburg tätig. Er ist bereits seit 2008 in Russland und bei Prodimex und bietet jedes Jahr jungen Leuten die Chance auf ein Praktikum (Infos finden Interessierte unter agrixperia.de). Johns Aufgabe: für den Betrieb die wirtschaftlichsten Ackerbauverfahren und Flächenbewirtschaftungssysteme herausarbeiten. Zusammen mit ihm arbeitete Henrik Wulferding an Strategien für die zukünftige Gestaltung des Maschinenparks für den Betrieb und für den Pflanzenbau.

Schwarzes Gold

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Der Betrieb baut je ein Drittel Sommergerste, Winterweizen und Zuckerrüben an. Er ist etwa 500 km südlich von Moskau gelegen und befindet sich in der sogenannten Schwarzerderegion. Die Schwarzerde ist dabei zwischen 50 und 150 cm stark. Diese Böden bieten eine gute Struktur für das Wurzelwachstum sowie durch ihren hohen Humusgehalt von ca. 8 % eine gute Nährstoffnachlieferung. Die Grunddüngung erfolgt häufig bereits schon zum Winter und wird mit Geräten in die Erde eingebracht. Gefahren von Nährstoffverlust, -verlagerung oder –auswaschung bestehen nicht, da die tieferen Bodenhorizonte wasserundurchlässig sind. Es existiert kein Grundwasser, es ist per Auge kaum Bodenleben auffindbar. Unter der Schwarzerde befinden sich meist Kalkschichten. Per Bodensonde kann auf den meisten Flächen eine gesunde Bodenstruktur ohne Schadverdichtung festgestellt werden.

Weitere Infos über die Wirtschaftsweise, das Klima und die vielen Gegensätze vor Ort finden Sie in der aktuellen traction. Hier gibt es denn ausführlichen Bericht mit vielen interessanten Fotos und Informationen.

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