Login
Betriebe

Schaffe, schaffe

Externer Autor
am
07.09.2015

Ein Häusle haben Rudolf und Christian Steichele in Schwabmühlhausen zwar nicht gebaut, aber eine Halle für ihre Maschinen und ein Lohnunternehmen gleich mit dazu. Ihr Geheimrezept: Trends erkennen und richtig investieren.

{BILD:642056:jpg}Langsam beginnt sich der Strohballen in der überdimensionierten Wanne zu drehen. Von unten fräsen die Hartmetallschlegel eines Rotors mit 2.000 U/min Strohhalm für Strohhalm vom Ballen und schlagen die Halme durch ein Lochsieb. Die Löcher haben einen Durchmesser von etwa 1 cm – so klein wünscht sich der Kunde das aufgespaltete und zerkleinerte Stroh als Einstreu für seine Kühe. Über zwei Schnecken und ein Förderband gelangen die Strohschnipsel auf einen großen Haufen an der Stallwand
 
Das Resultat gefällt dem Landwirt sehr gut. Wenn das gemahlene Stroh einen Nutzen für seinen Betrieb hat, wird er Lohnunternehmer Christian Steichele mit seiner Strohmühle öfter auf seinen Hof bitten. „Das Stroh ist auf jeden Fall saugfähiger und als Futterstroh besser verdaulich“, argumentiert der 27-jährige Lohnunternehmer im schwäbischen Dialekt und lässt die feinen Strohspäne durch seine Finger rieseln. Seit vergangenem Jahr führt er seine mobile Haybuster-Mühle auf einigen Betrieben vor. Laut Christian kann sie bis zu 4 t Stroh, 12 t Getreide und 30 t Mais pro Stunde mahlen.

Familienunternehmen aus Überzeugung

"Einen Landwirt kann man vom Nutzen einer Lohnarbeit nur überzeugen, wenn man die Arbeit mit besseren Maschinen und zu einem günstigeren Preis macht, als er es selber könnte", erklärt Christian zurück auf dem Betrieb seiner Eltern. "Dazu muss man richtig investieren."
 
Seien es die zwei BiG-X-Häcksler, seine Lenksysteme, der TX-Häckselwagen, eine Monosem-Einzelkornsämaschine oder nun die Strohmühle – die Familie Steichele will nicht besonders große oder viele Maschinen kaufen, sondern genau die richtigen für ihre Kunden rund um Schwabmühlhausen an der Grenze zwischen Schwaben und Oberbayern.

Den ehemaligen landwirtschaftlichen Betrieb baute Familie Steichele komplett um: 2006 entstand eine großzügige Maschinehalle, die mittlerweile schon gut gefüllt ist. Wo früher ein Stall stand, ist jetzt ein gepflegter Garten mit einer Sitzgruppe unter einem Sonnensegel, wo die Mitarbeiter ihren Tag mit einer Teambesprechung bei einem gemeinsamen Kaffee beginnen und bei einem Feierabendbier ausklingen lassen. "Das Lohnunternehmen ist ein Familienbetrieb und wir legen wert darauf, dass das so bleibt", erzählt Christian. je
 
Den vollständigen Bericht zum Lohnunternehmen Steichele und deren Leistungen lesen Sie in der traction-Ausgabe September/Oktober 2015.
Auch interessant