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Youngtimer

Spurensuche im Orient

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© Bloomsma
von am
17.01.2018

Martijn Bullée verlor sein Herz schon vor Jahren an die Nasenbären von Fendt. Heute führt ihn seine Leidenschaft bis nach Saudi Arabien.

Beginn einer Leidenschaft

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Martijn Bullée am Steuer eines seiner Favorit 626 LS – mittlerweile besitzt er mehrere Exemplare. © Bloomsma

Seit 1989 begeistert sich der Niederländer Martijn Bullée vor allem für die Nasenbären von Fendt. Damals brachte sein Bruder ein Fendt-Prospekt von der Landtechnikmesse LandbouwRAI in Amsterdam mit, auf dessen Rückseite der exotische Favorit 626 LS abgebildet war. Martijn war sofort von der ungewöhnlichen Silhouette mit langer Motorhaube und kurzem Radstand begeistert – die Nasenbären sollten ihn fortan nicht mehr loslassen.

Mittlerweile besitzt er sein eigenes Lohnunternehmen – und dazu einige Favorit 626 LS. Lediglich 66 Exemplare dieses Typs wurden bei Fendt gefertigt, darunter vier Umbauten des kleineren Favorit 622 LS. Die meisten Schlepper gingen nach Frankreich, Italien, in die Benelux-Staaten und nach Frankreich sowie Saudi Arabien. Doch auch in Großbritannien fanden die Marktoberdorfer vereinzelt Kundschaft für den 252 PS starken Boliden mit Transaxle-Bauweise.

Begehrtes Sammlerstück

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Nur 66 Favorit 626 LS wurden gebaut, vier davon sind umgebaute Favorit 622. © Bloomsma

Bereits seit Jahren steigen die Preise für Favorit 626 LS und 622 LS kontinuierlich. Denn die auf Basis des Favorit 620 entwickelten und von Joachim Palm designten Großtrakoren sind unter Liebhabern begehrte Sammlerstücke. Nachdem der europäische Markt nahezu leergefischt ist, wendet sich Martijn Bullée nach Großbritannien nun auch Saudi Arabien zu – und bringt die Nasenbären zurück nach Europa. Fünf Exemplare hat Bullée im Orient bereits aufgespürt, drei davon stehen bereits bei ihm in der Scheune und werden restauriert. Zwei weitere Exemplare warten noch im Wüstenstaat, sie sind jedoch stark beschädigt – und einer hat mittlerweile sogar einen Mercedes-Benz-Motor unter der Haube (anstelle des originalen 11,4 l großen Turbo-Sechszylinders von MAN).

Die ausführliche Reportage lesen Sie in traction Ausgabe Januar/Februar 2018.

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