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Karriere

Stets zu Diensten

Externer Autor
am
31.10.2014

Jan Möllerherm (25) ist ausgebildete Fachkraft Agrarservice und Agrarservicemeister beim Lohnunternehmen Dettmer. Landwirtschaftliche Dienstleistungen, von Kartoffelroden bis Pflanzenschutz, sind sein Alltag.

{BILD:620751:jpg}Tau liegt auf den Wiesen und der Geruch von frisch gehäckseltem Mais in der Luft, als Jan Möllerherm früh morgens mit seinem Fendt 724 Vario auf den Kartoffelacker biegt. Sein Kollege wartet schon am gerodeten Vorgewende und klettert auf den angehängten Grimme-Roder. Dann geht es los zwischen die Dämme. Seit mehr als einem Monat gehört das Roden zu Jans Alltag: morgens die Frischware, mittags die Lagerware. Vorher hat er die Kartoffeln selbst gepflanzt, gedüngt und gespritzt. Wenn dann noch Zeit bleibt, gehören auch Mais-, Gras- und Getreideernte zu seinen Aufgaben. Und im Winter darf er zur Säge greifen und Bäume fällen. Jan ist 
Meister im Fach Agrarservice und arbeitet beim Lohnunternehmen Dettmer.

Mit einer Hand lenkt der 25-Jährige den Traktor über den sandigen, nassen Boden, mit der anderen steuert er den Roder, hat nebenbei noch die Heckkamera und den voller werdenden Tank im Blick. Den Umgang mit den Maschinen hat er erst während seiner Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice bis ins Detail gelernt. „Wir hatten zu Hause keine Landwirtschaft, nicht mal ‘nen Goldfisch. Aber wenn ein Landwirt auf die Felder neben unserem Haus gefahren ist, konnte mich nichts mehr bei den Hausaufgaben halten. Dann bin ich raus und auf den Trekker.

“Genau das gefiel ihm dann auch anfangs am Beruf Fachkraft Agrarservice. „Gasgeben und Trekkerfahren“, sagt der blonde Westfale grinsend. Das ist auch der wohl meistgenannte Grund, weshalb sich jährlich 260 Auszubildende für den Beruf entscheiden. Dass es weit mehr für einen erfolgreichen Abschluss braucht als aufs Gaspedal zu drücken, wird ihnen schnell klar. Die Ausbildung umfasst unter anderem Landmaschinenbedienung und -wartung, Pflanzenproduktion, betriebliche Abläufe, Qualitätssicherung, Kundenberatung und Dienstleistungsvermarktung. Der größte Teil des Stoffs wird als Block im Winter durchgenommen, währenddessen die Auszubildenden in einem Internet untergebracht sind. je

Mehr über den Alltag und die Aufgaben von Jan Möllerherm lesen Sie in der November/Dezember-Ausgabe 2014 der traction.
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