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Betriebe

Verschlauchung im großen Stil

Externer Autor
am
14.01.2016

Henk van Oosten aus dem holländischen Meeden bietet bereits seit vielen Jahren Dienstleistungen rund um die Gülleausbringung an. Dabei setzt er teilweise auf ungewohnte Techniken.

Henk van Oosten aus dem holländischen Meeden bietet bereits seit vielen Jahren Dienstleistungen rund um die Gülleausbringung an. Dabei setzt er teilweise auf ungewohnte Techniken.
Seit Jahren taucht sein Case IH Steiger 400 immer wieder als Foto- und Videomotiv auf diversen Landtechnikwebseiten und DVDs aus ganz Europa auf. Henk van Oostens Fuhrpark ist eben ein Hingucker, der inzwischen weit über die Grenzen seiner beschaulichen Heimat Meeden, unweit der holländischen Nordseeküste, bekannt ist.
 
Das Lohnunternehmen, das hinter diesem Fuhrpark steht, ist kaum 40 Jahre alt. Über die Jahre nahmen die Dienstleistungen zu: vom Entwässerungsgräben reinigen über Grassilieren bis Feststoff-Düngung. Bekannt wurde van Oosten aber mit der Ausbringung organischer Flüssigdünger - seit 1990 in seinem Dienstleistungsprogramm. "Unser Hof liegt direkt am Wildervanck-Kanal", berichtet der 55-Jährige. "Deshalb haben wir die einmalige Möglichkeit, Gülle mit dem Schiff anliefern zu lassen." Der Betrieb baute 17.500 m³ große Güllesilos, investierte in Technik für die Gülleseparierung und wurde in kürzester Zeit zu einem der größten Anbieter für die Gülleverarbeitung in den nördlichen Niederlanden.

Abgucken schadet nicht

Die sich zunehmend verschärfenden Ausbringungsrichtlinien erforderten auch schlagkräftige und bodenschonende Ausbringungstechnik. Also baute van Oosten gemeinsam mit Veenhuis einen Selbstfahrer mit fünf Rädern, 22-m³-Aufbau und einem starken V8-Motor (der einige Jahre später mit einem V12 ersetzt wurde). Mittlerweile setzt der Holländer jedoch auf zwei Vervaet Hydrotrike XL mit angebauten Güllegrubbern, und den besagten Steiger 400.
Henk van Oosten interessierte sich zunehmend für die Gülleinjektion und das Verschlauchungsverfahren auf Grünland. Doch die verfügbare Technik stellte ihn nicht vollends zufrieden. Die Lösung fand Henk van Oosten im Internet. "Auf YouTube habe ich ein Video gesehen, auf dem ein John-Deere-Knicklenker mit einem großen Ausleger im Verschlauchungsverfahren arbeitet. Das hat mich sofort begeistert, aber die Technik war viel zu teuer!" Also hat er sie von seiner eigenen Werkstatt nachbauen zu lassen. Das Resultat läuft hinter Case IH Steiger 400. Zudem hält er hinten einen 12 m breiten Injektor und vorn eine Schlauchhaspel. mu

Den vollständigen Bericht zu van Oosten, seinem Lohnunternehmen und seinem Fuhrpark lesen Sie in traction-Ausgabe Januar/Februar 2016.



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