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Hobby

Wechselvolle Geschichte

Externer Autor
am
12.06.2014

In den 90er-Jahren wollte Markus Liebherr einen würdigen Nachfolger für die Schlüter-Tracs entwickeln und vertreiben. Das gestaltete sich schwieriger als ursprünglich gedacht. Heute existieren noch vier fahrbereite Prototypen des Li-Tracs von MALI, einer davon in Bayern.


Viele Erfolgsgeschichten der internationalen Wirtschaft begannen mit einer Vision. Umgekehrt jedoch werden nicht alle Visionen zu einem Erfolg. Dies trifft auch auf den Mali Li-Trac zu – einen Großtraktor mit vier gleich großen Rädern, der in den 90er-Jahren das Erbe der legendären Schlüter-Traktomobile antreten sollte.
 
1994, ein Jahr nach Schließung der Schlüter-Werke im bayerischen Freising, gründet Markus Liebherr aus der Familie des gleichnamigen Baumaschinenherstellers das Unternehmen MALI (MArkus LIebherr). Sein ambitioniertes Ziel: In nur vier Jahren Entwicklung zwei Li-Trac-Modelle mit einer Jahresproduktion von 40 Maschinen auf den Markt bringen. Für den Li-Trac sieht er Lohnunternehmen und große landwirtschaftliche Betriebe im In- und Ausland als Abnehmer. Mindestens 600 ha Jahresleistung und 1.400 Arbeitsstunden muss die Maschine laut Kostenkalkulation leisten.
 
Nachdem die MALI Spezialfahrzeuge GmbH Schönebeck und die MALI Spezialfahrzeuge Eberhardzell nach dem Tod von Markus Liebherr 2010 Konkurs gingen, blieben vom Li-Trac nur wenige Prototypen. Eine Chance, die Helmut Guttmann aus der Nähe von Augsburg genutzt hat. Den 10,3 t schweren Boliden hat er auf technikboerse.com entdeckt. „Große, ausgefallene Traktoren haben mich schon immer fasziniert. Und die Chance auf so eine Einzelexemplar hat man nicht oft“.  Laut Guttmann sind vier weitere Exemplare in der Schweiz, in Österreich, in der Nähe von Hannover und in Freising zu Hause. von Florian Mayer, Sepp Müller & Matthias Mumme

Den vollständigen Bericht zur MALI-Firmengeschichte und zu Helmut Guttmanns Li-Trac 300 lesen Sie in traction Ausgabe Juli/August 2014.
 
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