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traction-Tests

3 cm daneben

Externer Autor
am
04.03.2014

Dank RTK-Korrektur sollen automatische Lenksysteme Genauigkeiten bis 2,5 cm erreichen.

Doch sind diese Genauigkeitswerte in der landwirtschaftlichen Praxis umsetzbar? Das hat die LU Agrarelektronik GmbH, ein Bereich des BU Bundesverband Lohnunternehmen e.V., mit Hilfe modernster Technik getestet. Sechs virtuelle RTK-Korrektursignale, die per Mobilfunk übertragen werden können, traten dabei auf sieben unterschiedlichen Traktoren gegeneinander an:
- Axio-Net FarmRTK
- Agravis Agravis-Net
- Leica Geosystems SmartNet Germany
- Reichhardt RTK-Clue
- SAPOS HEPS
- Trimble VRS Now
 
Gemessen wurde die Spur-zu-Spur-Genauigkeit auf einer Gesamteinsatzfläche von 14,1 ha, die Arbeitsgeschwindigkeit betrug 10 km/h. Für die Messungen kam ein Tachymeter als optisches Referenzsystem zum Einsatz, das die Position des Traktors durch ein auf dem Schlepperdach befestigtes Prisma auf 2 bis 5 mm genau bestimmt. Fazit: 2,5 bis 3 cm Spur-zu-Spur-Genauigkeit konnte im Test keines der Signale erreichen. Die gemessenen Genauigkeiten lassen jedoch bei allen Systemen einen präzisen Ackerbau bis hin zu Strip-Till zu. Um das Potenzial der Technik voll auszureizen, ist jedoch auch eine angepasste Einstellung der Spuraggressivität des Lenksystems wie auch der Einlenkaggressivität des Traktors notwendig. Tipps dazu geben unsere Autoren René Janotte und Jens Beelmann vom Team der LU Agrarelektronik GmbH. mu

Den ausführlichen Bericht mit allen Messwerten lesen Sie in traction März/April 2014.
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