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Trends & Wissen

Ab in den Schlauch

Externer Autor
am
21.07.2014

Die komplexer werdende Erntelogistik sowie die Volatilität der Märkte rückt den Fokus der Landwirte verstärkt auf die eigene Lagerung. Hier sind flexible, preiswerte Lösungen gefragt.

Die Getreidelagerung in Deutschland und Zentraleuropa erfolgt klassischerweise in Lagerhallen oder Hochsilos. Beide Varianten sind vergleichsweise teuer im Bau und, einmal gebaut, auf einen Standort festgelegt. Eine Alternative kann die Schlaucheinlagerung sein, die hierzulande bislang zumindest im Bereich Getreide wenig Anwendung findet.
 
Während für die Silagelagerung im Schlauch vergleichsweise teure Maschinen mit Pressrotor zum Einsatz kommen, weil eine hohe Verdichtung nötig ist, reichen zur Getreidelagerung sehr einfache Maschinen. Sie bestehen aus einer kurzen Schnecke, einem Befülltrichter und einem Tunnel zur Schlauchbefüllung. Die Befüllleistung kann bei leistungsfähigen Geräten bis zu 300 t/h betragen und ist damit auch größeren Mähdrescherflotten gewachsen. Die Entnahme erfolgt mit einem speziellen Gerät mit hoher Leistung, konzipiert für die Lkw-Beladung.
 
Im Gegensatz zu ortsfesten Bauten ermöglicht das Schlauchsystem, die Erntegüter an beliebigen Orten des Agrarbetriebs oder Händlers abzulegen. Einziger Bestimmungspunkt ist die Optimierung der Logistik und der Kosten. Daneben sind Fragen der Sicherheit, des Schutzes der Schläuche, der Erreichbarkeit und der geplanten Lagerdauer zu beachten. Auch ist es möglich, bewusst feuchter zu dreschen, was in nassen Jahren ohnehin nicht zu vermeiden ist. Man drischt schon, wenn andere noch warten müssen. Vor allem feucht gedroschener Mais kann ohne Probleme mehrere Tage oder Wochen zwischengelagert werden. von Dr. Udo Weber

Den vollständigen Bericht zur Getreidelagerung mit den Vor- und Nachteilen der unterschiedlichen Möglichkeiten lesen Sie in traction Ausgabe Juli/August.
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