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Gebraucht

Allgäuer Wertanlage

Externer Autor
am
06.05.2015

1993 kamen im Rahmen einer groß angelegten Modelloffensive bei Fendt auch die Mittelklässler der Serie Favorit 500 auf den Markt. Exemplare mit geringen Betriebsstundenständen sind heute nur noch schwer zu finden.

Anfang der 1990er-Jahre stagnierte der Marktanteil von Fendt in Deutschland. Die alten Baureihen Farmer 300 und Favorit 600 hatten ausgedient und die Studien zum stufenlosen Fahren steckten noch ganz tief in der untersten Schublade der Entwicklungsabteilung. Es war Zeit für eine neue Baureihe. Sie sollte schneller, komfortabler und stärker sein, solide und ohne Schnick-Schnack.
 
Heraus kam die 500er-Serie mit sechs Modellen, das seit der Markteinführung 1993 zum Verkaufsschlager wurde. Die zwei kleineren (509C und 510 C) fuhren mit Vierzylinder-MWM-Motoren mit jeweils 95 und 105 PS aus 4,2 l Hubraum. Bei den vier größeren Modellen brummte ein aufgeladenes Sechszylinder-MWM-Aggregat mit 6,2 l Hubraum und lieferte 115 bis 150 PS. Nenndrehzahl wurde bei 2.250 bis 2.300 U/min erreicht. Der Motor der „großen“ 500er gilt als leistungsfreudig und durchzugsstark bei einem spezifischen Kraftstoffverbrauch von 
249 g/kWh, hat aber auch ein paar Schwachstellen, wie die Zylinderkopfdichtungen.

Präzises Getriebe

Das ZF-Getriebe mit vierfacher Lastschaltung lässt kaum Wünsche offen: 44 Vorwärts- und ebenso viele Rückwärtsgänge (inklusive Kriechgängen) sorgen bei jeder Arbeit für die richtige Drehzahl und Geschwindigkeit. Alle Gänge sind mit einem Schalthebel wählbar. Perfekt wäre die Technik, wenn der Übergang zwischen der zweiten und der dritten Stufe geschmeidiger wäre.
 
Alles in allem haben Landwirte auf diesem Schlepper einen komfortablen Arbeitsplatz. 50 km/h, gefederte
Vorderachse und ein präzises Lastschaltgetriebe machen den Schlepper zu einer interessanten Gebrauchtmaschine. Auch wenn es fast keine Maschinen unterhalb der 7.000-Stunden-Marke mehr gibt, lohnt es sich, beim Gebrauchtkauf ein solches Gerät in den näheren Beobachtungskreis zu legen. von Thomas Ludwig und Matthias Mumme

Den vollständigen Bericht lesen Sie in der traction-Ausgabe Mai/Juni 2015.
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