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Technik

Aufwand überdenken

Wallner Strohstriegel
Matthias Mumme, traction
am
15.07.2019

Im Ackerbau müssen Verfahrensketten zukünftig noch stärker dem Klimawandel angepasst werden. Wir stellen Verfahren und die passende Technik dafür vor.

Breite Auswahl an Spezialtechnik

Wallner Tandem Messerwalze

Egal ob zu trocken oder zu nass: Mit gängigen Verfahren und altbekannter Technik lässt sich Ackerbau in Zukunft nur eingeschränkt betreiben. Ob der Pflug damit zum "Alten Eisen" gehört, ist damit aber nicht gesagt. Denn ein drohendes Glyphosatverbot könnte sogar zu einem noch intensiveren Einsatz wendender Bodenbearbeitungsverfahren führen – doch auch hier lässt sich mit Schälpflügen gegenüber dem intensiven konventionellen Pflügen Wasser sparen. Die Trockenheit 2018 und 2019 zeigte jedoch, dass viele Betriebe ihren Fokus noch mehr aus wassersparende Bearbeitungsverfahren setzen müssen. Diese sorgen dabei auch oft für eine geringere Empfindlichkeit der Flächen bei Starkregenereignissen – man schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe und reduziert Wind- und Wassererosion.

Bei der Bearbeitung geht es also immer mehr darum, zwar flach – aber dennoch intensiv zu arbeiten. Dafür eignen sich beispielsweise Kombinationen aus Schwerstriegel und Messerwalze, Messerwalze und Crosskillwalze, Fächerscheibeneggen, Kurzscheibeneggen mit kleinen Scheiben oder Querschneidscheiben oder Federzinkengrubber und Großfederzinkeneggen. Auch Kettenscheibeneggen stoßen von Australien kommend auf immer mehr Interesse in unseren Breiten.

Höhere Anforderungen

Horsch Direktsaatmaschine

Im Bereich der Aussaattechnik und Aussaatverfahren rücken neben Strip-Till bei Reihenkulturen wie Zuckerrüben und Mais (sowie zunehmend auch Raps) und der Lockerungssaat mit streifenweiser, tiefer Bearbeitung des Bodens auch die Direktsaat mehr in den Fokus. Dafür muss jedoch der Einsatz von Totalherbiziden weiterhin erlaubt werden, denn eine mechanische Bekämpfung von Unkräutern, Ungräsern und Ausfallgetreide würde dem Ansatz des Verfahrens widersprechen und zu höheren Wasserverlusten führen. Auch beim Schädlingsmanagement steigen die Anforderungen: Je mehr Ernterückstände auf der Bodenoberfläche verbleiben, umso wohler fühlen sich Schnecken und Mäuse...

Den ausführlichen 6-seitigen Beitrag lesen Sie in traction Ausgabe Juli/August 2019.

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