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traction-Test

Ausgewählte Zutaten im ArmaTrac 1004 LUX

Dieser Artikel ist zuerst in der traction erschienen.

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Karsten Schranz, traction
am
07.07.2016

Das türkische Unternehmen Erkunt baut seit 2003 Traktoren und will mit westlichen, namhaften Komponenten punkten. Wie dieser Mix gelungen ist, hat die traction im Fahrbericht herausgefunden.

Backen nach Rezept ist immer so eine Sache: In der Theorie klingt es einfach. Aber selbst wenn man nur hochwertige Zutaten nimmt, garantiert das noch lange nicht, dass es am Ende allen schmeckt. Für einen ArmaTrac 1004 LUX braucht man folgende Zutaten: Einen Motor von Deutz, Getriebe und Hinterachse von ZF, eine Vorderachse von Carraro und eine Bosch Hydraulik. Zum gesamten Geschmackserlebnis trägt dann noch die eigene Kabine bei. Ob das mundet?

110 PS aus 3,6 l Hubraum

Erkunt verbaut den TCD 3.6 von Deutz mit 81 kW (110 PS) bei 2.200 U/min. Der Reihenvierzylinder mit 3,6-l-Hubraum erfüllt dank des passiv-arbeitendem Partikelfilters (DPF) und eines Dieseloxidationskatalysators (DOC) die Abgasnorm Tier 4 interim. Der Partikelfilter muss alle 2.500 bis 3.000 Betriebsstunden ausgebaut und manuell nachgereinigt werden.

Beim Mähen wurde ihm heiß

In unserem Test mit dem angebauten Frontmähwerk sammelten sich einige Pollen am Kühlergitter. Der untere Bereich des Wasserkühlers, der nicht vom Ladeluftkühler bedeckt war, verschmutze beim Mähen stärker. Das ließ auch die Wassertemperatur in die Höhe klettern: Es wurde zwar nie der kritische, rote Bereich erreicht, aber weit entfernt davon pendelte sich die Nadel nicht ein – bei Außentemperaturen von ca. 22 ° C wohlgemerkt.

Handgas statt Drehzahlspeicher

Mit der Mähkombi kam der ArmaTrac gut zurecht. Bei den geforderten 1000 U/min an der Zapfwelle drehte der Motor rund 2.130 Umdrehungen. Dabei ging es in der Kabine etwas lauter zu. Einen Drehzahlspeicher gibt es nicht; jedoch gibt es Handgas über einen leichtgängigen, großen Drehregler rechts auf dem Armaturenbrett. Das ist ungewohnt, erfüllt aber seinen Zweck.

Kabine: Groß, aber laut

Gut gefallen hat uns die Kabine: Sie ist schön groß und die weit nach innen gezogenen Holme erleichtern den Blick zur Seite. Der Sitz ist zwar nur mechanisch gefedert, hat aber bei unserem Einsatz sowohl auf der Straße als auch auf dem Feld gute Dienste geleistet. Die Kabine ist übrigens über einfache Silentblöcke auf die Achse aufgesetzt. Das sorgt nur für geringe Federung und es überträgt sich natürlich auch Schall in den Innenraum, da die Kabine ja nicht entkoppelt ist. Erkunt arbeitet aber an einer besseren Federung.

Das sind die technischen Details

  • Motor: Deutz TCD 3.6 L4 Reihenvierzylinder, 3,62-l-Hubraum, Turbolader und Ladeluftkühler,  74,5 kW (100 PS) bei 2.200 U/min, 420 Nm bei 1.600 U/min, 31 % Drehmomentanstieg, Abgasstufe Tier 4 i durch Dieselpartikelfilter, 165 l Dieselvorrat
  • Getriebe: ZF T-557 L, 16/16 Gänge, voll synchronisiert, Lastschaltstufe, 40 km/h bei 2.400 U/min, Zapfwelle mit 430, 540, 540E, 750, 750E und 1000 U/min, elektrische Aktivierung, mechanische Vorwahl,  max. 85 % Motorleistung
  • Hydraulik: 60 l/min, 42 l entnehmbare Menge, max. 4 doppelt wirkende Steuergeräte
  • Kraftheber: EHR Bosch Hitchtronik, 5 t max. Hubkraft, Kat. II Unterlenker, hydrl. Oberlenker Serie
  • Abmessungen und Gewichte: Länge: 4,5 m, Breite: 2,2 m, Höhe: 2,9 m, Radstand 2,4 m, Leergewicht: 4 t, zul. Gesamtgewicht: 4,7 t
  • Preis: 39.700 Euro netto

Den vollständigen Testbericht lesen Sie in der traction-Ausgabe Juli/August 2016.

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