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DLG PowerMix

Blaues Feuer

new-holland-dynamic-command
am Freitag, 03.01.2020 - 12:12

Mit dem T6.180 bringt New Holland die DynamicCommand-Lastschaltung mit einem Sechszylinder zusammen – für mehr Drehmoment in unteren Drehzahlbereichen.

Hoher Wirkungsgrad

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Das DynamicCommand verkuppelte New Holland bis 2019 ausschließlich mit Vierzylinder-Motoren aus dem eigenen Haus. Der T6.180 DynamicCommand trumpft nun mit dem aus der T7-Serie bekannten 6,7 l großen Sechszylinder von FPT auf. Hier trifft viel Hubraum auf ein mechanisches Getriebe mit hohem Wirkungsgrad – und das beim günstigem Leistungsgewicht eines Vierzylinder-Traktors. Denn der "große" T6 wiegt laut Datenblatt gerade einmal rund 120 kg mehr als der fast gleichstarke größte Vierzylinder der Baureihe.

Dank der 8-fach-Lastschaltung mit zahlreichen Einstellmöglichkeiten im manuellen Modus wie auch in den beiden Automatikmodi (Feld & Straße) kann im Hauptarbeitsbereich ohnehin überwiegend ohne Wechsel der drei Gruppen gearbeitet werden. Der Sechsender bringt nun nochmal mehr Elastizität mit, sodass die Gänge weit nach unten ausgefahren werden können, sich der Motor bei lastbedingtem Drehzahlabfall besser erhohlt – oder im unteren Drehzahlbereich einem Drehzahlabfall stärker entgegenwirkt.

Mehr Kraft von unten

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Das DLG Testzentrum hat den T6.180 DynamicCommand auf dem Prüfstand getestet. Wie erwartet liegt der spezifische Dieselverbrauch etwas über dem des kleineren Vierzylinders im T6.175 DynamicCommand, der weniger Massenträgheit aufweist. Wir haben jedoch nicht nur den Dieselverbrauch analysiert – der in der Praxis ohnehin nochmal etwas andere Tendenzen aufweisen kann –, sondern uns vor allem den Drehmomentverläufen gewidmet. Denn der T6.175-Vierzylinder hat sogar ein leicht höheres Motordrehmoment aufzubieten, als der T6.180 mit zwei Töpfen und 2,2 l Hubraum mehr. Schaut man sich die Drehmomentverläufe jedoch genau an, so wird klar dass der NEF 67 im T6.180 dank seiner Hubraumreserven im unteren Drehzahlbereich deutlich mehr Drehmoment erzeugt als der Vierender. Das resultiert u.a. in einem erkennbar höheren Anfahrmoment, aber eben auch in einem anderen Charakter bei schweren Zugarbeiten auf Feld und Straße.

Den ausführlichen Testbericht mit weiteren Details, Preisen und Messwerten lesen Sie in traction Ausgabe Januar/Februar 2020.