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Traction-Tests

Blaues Flaggschiff

Dieser Artikel ist zuerst in der traction erschienen.

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Matthias Mumme, traction
am
05.03.2016

Anfang 2015 stellte Köckerling sein neues Flaggschiff Rebell profiline 800 vor. Was die 8,0 m breite Kurzscheibenegge so kann, haben wir im vergangenen Spätsommer getestet. Hier die Ergebnisse!

Zur SIMA 2015 führte Köckerling die Rebell profiline 800 mit 8,0 m Arbeitsbreite ein. Sie gehört zu den schweren Kandidaten im Feld. Mit rund 10,2 t Einsatzgewicht, also fast 1,3 t/m Arbeitsbreite, ist sie nicht nur schwerer als die meisten Wettbewerber, sondern auch gute 4 t schwerer als die ebenfalls 8,0 m breite Rebell classic 800 T. Dieses Zusatzgewicht kommt nicht nur durch den schwereren und robusteren Rahmen und die Doppelstützräder zustande, sondern auch durch den größeren Scheibendurchmesser.

Für das Mittelsegment und die zwei Flügelsegmente sind an der Rebell profiline 800 drei Parallelogramme mit jeweils acht Drehpunkten zu finden. Um den Verschleiß zu vermindern, verwendet Köckerling wartungsfreie LockPins. Dabei handelt es sich um eine beidseitig konisch geformte Welle, die in zwei Hülsen an jedem Ende verspannt und verschraubt wird. Die LockPins fangen den Verschleiß vom Gerät auf und lassen sich einfach austauschen.

 

Tanzende Scheiben

Köckerling gibt als maximale Arbeitstiefe etwa 16 cm an. Diese Tiefe dürfte unter normalen Bedingungen gut erreichbar sein. Bei hartem Boden gibt es aber natürlich auch Einsatzgrenzen. Trotz des steilen Anstellwinkels der Grindel, der die Hebelkräfte verringert, haben die Scheiben bei unserem Einsatz sichtbar „getanzt“. Das lag aber an der harten Kiesschicht rund 10 cm unter der Bodenoberfläche. Ansonsten waren wir mit dem Arbeitsergebnis zufrieden. Die bereits einmal flach vorgearbeitete Weizenfläche wurde bei rund 10 cm Arbeitstiefe flächendeckend bearbeitet. Auch etwas längere Stoppeln wurden dabei gut mit dem Boden vermischt und eingearbeitet.

Hinter den Scheiben setzten die Konstrukteure zur Einebnung eine Reihe blattgefederter Schleppzinken ein. Clever: Die drei Schleppzinkenbalken sind am Walzenrahmen befestigt, sodass ihre Position auch bei größeren Arbeitstiefenänderungen immer gleich bleibt. Die Verstellung mit Zahnleisten in Lochkulissen (je zwei pro Balken) ist aber unpraktisch. Zudem würden wir uns zumindest als Option eine hydraulische Höhen- oder Neigungsverstellung von der Traktorkabine aus wünschen. Damit könnte man einerseits das Verstopfungsrisiko an dieser Stelle beim Einarbeiten von Maisstroh senken.

Den vollständigen Testbericht zur Rebell profiline 800 von Köckerling lesen Sie in der traction-Ausgabe März/April 2016.

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