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Arbeitsprobe

Breitband für’s Land

Ploeger Merger
am Mittwoch, 04.09.2019 - 19:25

Sozusagen als Nische in der Nische stellte Ploeger seinen Bandschwader vor. Dabei handelt es sich um den Selbstfahrer CM4240, der bereits erprobte Technik für die Schwadzusammenführung nutzt. Der Hersteller will seine Maschine auf Lohn- und großen Milchviehbetrieben positionieren, die damit Erntefenster während der Grassilage optimieren können.

Ploeger Merger

Das Arbeitsprinzip von Bandschwadern ist eine Kombination aus Pickup und Schwadbänder von Mähwerken mit Schwadzusammenführung. Damit erklärt sich der Hauptvorteil dieser Technologie: Das Futter wird schonender aufgesammelt. Ein weiterer Vorteil ist die hohe Flexibilität bei der Schwadzusammenführung. Im Vergleich zu Kreiselschwadern können Bandschwader das Schwad variabel ablegen, da man die Drehrichtung der Bänder ändern kann. Der CM4240 trägt zwei Bandeinheiten zu jeweils 5 m Breite direkt vor der Vorderachse. Sind beide Einheiten zusammengeschoben und drehen die Bänder in dieselbe Richtung, kann ein Seitenschwad gelegt werden. Rückt man die Bänder auseinander und lässt sie zur Mitte drehen, erhält man ein Mittelschwad. Dank der Bandanordnung in der Front wird das Erntegut vom Fahrwerk nicht überfahren und man hat eine gute Sicht auf den Arbeitsbereich. Da so entsprechend viel Last auf der Vorderachse liegt, fährt die lenkbare Hinterachse während des Ausklappvorgangs hydraulisch nach vorne, sodass der weit hinten liegende Motor als Gegengewicht dient. Zur Straßenfahrt fährt diese wieder nach hinten.

Ploeger Merger

Für die Schwader-Technik fertigt Ploeger die Technologie von Reiter in Lizenz und darf sie für selbstfahrende Merger einsetzen. In erster Linie zeichnet sich die Bandschwadereinheit durch die ungesteuerte Pickup mit einem kleinen Durchmesser aus. Eine weitere Besonderheit ist der Rotor oberhalb der Pickup. Die Querförderbänder sind 1,0 m breit und hydraulisch angetrieben. Interessant ist die unabhängige Bedienung von Pickup und der beiden Bänder. So kann z.B. am Vorgewende das Erntegut auf den Bändern gesammelt und zum gewollten Schwad abgelegt werden.

Beim Motor handelt es sich um den FPT N67 mit 260 PS. Mehrere Hydraulikpumpen beliefern die Hauptkomponenten im Fahrzeug mit Leistung. So ist auch der Fahrantrieb komplett hydrostatisch. Die Bedienelemente in der Claas Kabine sind für die Funktionen des Mergers angepasst.

Die ausführliche Arbeitsprobe mit dem Ploeger Merger CM4240 lesen Sie in traction September/Oktober 2019.

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