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Außenwirtschaft

Breitere Grünlandkombi – schnellere Arbeit?

Düvelsdorf Grünlandkombi 9m
am Montag, 21.09.2020 - 15:26

Erleichtern die Geräte mit 9 Metern und mehr Breite die Arbeit, oder sind sie eher unhandlich? Wir probierten es aus.

Professionelle Grünlandverbesserung in nur einem Arbeitsgang ist im Trend: Seit ca. 10 Jahren wächst das Angebot an Grünlandkombis stetig, weil immer mehr Milchviehhalter in die Grundfutterqualität investieren.

 

 

Düvelsdorf bietet dafür nun noch mehr Arbeitsbreite an. Die Firma hat seit 2017 eine 9-Meter-Version ihrer Kombi am Markt. Verbaut ist der Striegel Green.Rake expert mit Einebnungsschiene, das Säaggregat HS 12 Turbo sowie die Walze Terra.Roller expert in 9,3 m Breite.

Eine Alternative kommt bald von He-Va, die ihre Grass-Combi im Lauf des Jahres mit mehr als 7 m Arbeitsbreite anbieten werden. Die Hersteller versprechen zügigere Arbeit und damit mehr Schlagkraft.

Doch gewinnt man wirklich Zeit mit den großen Kombis, oder sind sie letztlich so unhandlich und teuer, dass der Vorteil verpufft? Wir probierten es nach dem ersten Schnitt 2020 aus.

Füllakrobatik

Düvelsdorf HS 12 Säaggregat

Wer in 9 m Breite sät, braucht ein kraftvolles Säaggregat. Düvelsdorf verbaut die größte Variante seiner HS-Line, das HS 12 Turbo. Dessen Gebläse wird hydraulisch angetrieben und benötigt dafür 25 l/min Öl. Es kommt laut Hersteller mit allen Saatgütern zurecht, nicht nur Grassamen und Feinsämereien.

Der Tank am HS 12 fasst 500 Liter, was im Schnitt für 20 bis 25 ha Nachsaat reicht. Das komfortable Tankvolumen erkauft man sich allerdings durch Akrobatik beim Befüllen. Die Füllklappe liegt 1,8 m über der Podeststufe. Zudem gibt es einen Griff für mehr Halt konstruktionsbedingt erst auf dem Podest, nicht auf den Stufen dorthin.

Wer einen vollen Saatgutsack auf der Schulter hat, braucht also gute Balance, etwas Geschick und einiges an Muskelkraft. Bei den kleineren Kombis mit kleinerem Säaggregat fällt das Befüllen leichter.

 

Handy regelt Saatgutmenge

Seed.Con

Umso komfortabler fanden wir dagegen das Steuerungsmodul Seed.Con. Es bringt die Samen je nach Fahrgeschwindigkeit aus. Dafür braucht es nicht viel Technik: Man greift einfach per Handy darauf zu, indem man im Browser eine IP-Adresse eingibt. Alternativ liefert Düvelsdorf ein Display oder integriert die Steuerung in das Isobus-Display des Schleppers.

In allen Varianten stellt man die gewünschte Saatgutmenge pro Hektar ein. Die Säwelle stellt sich dann auf die Fahrgeschwindigkeit ein und dreht automatisch in der passenden Geschwindigkeit. Wie schnell sie gerade fährt, ermittelt die Kombi über einen Sensor an einem Tastrad hinter den Striegelfeldern.

Ebenfalls praktisch: Die Buttons um die ausgebrachte Menge um 2 kg/ha zu erhöhen oder zu senken. Sieht man lückige Bestände, kann man so schnell etwas mehr Saatgut verteilen.

 

Schnellere Arbeit?

Ob die große Kombi die Arbeit unter dem Strich wirklich beschleunigt, lesen Sie in der traction Ausgabe September/Oktober 2020.

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