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Challenger RoGator 655D: Klarer Überblick

Challenger RoGator 655D traction
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Alexander Brockmann, traction
am
06.03.2017

Heutzutage zählen nicht nur Flächenleistung, Zuverlässigkeit und Ausbringperformance, sondern auch immer mehr Komfort und Nutzerfreundlichkeit. Wir konnten uns diese Aspekte in einer Arbeitsprobe genauer anschauen.

Challenger RoGator 655D traction

Den Challenger RoGator 600D gibt es in drei verschiedenen Ausführungen. Der größte RoGator am Markt ist der 655D mit 178 kW/242 PS Maximalleistung. Er ist in den Behältergrößen 4.000, 5.000 oder 6.000 l erhältlich. Den Sechszylinder-Motor liefert AGCO Power. Als Getriebe wird das Stufenlosgetriebe HydroStar CVT verwendet, das in Zusammenarbeit mit Bosch/Rexroth entwickelt wurde. Die Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h erreicht die Spritze bei einer reduzierten Drehzahl von 1.750 U/min. Beim Spitzenmodell ist sogar eine 50 km/h Zulassung möglich. Prinzipiell hat sich zum Vorgängermodell unter der Motorhaube aber nichts verändert.

Alle RoGator 600D können mit Zweirad- oder Allradlenkung gefahren werden. Gefedert wird die Spritze von dem sogenannten OptiRide - der Doppelquerlenker-Aufhängung. Die hydropneumatisch gesteuerte Radaufhängung ist für die Kompensation von Seiten- und Höhenschwankungen verantwortlich. Darüber hinaus hat der Fahrer je nach Einsatz die Möglichkeit, die Fahrgestellhöhe zwischen 75 und 120 cm zu verstellen.

Helle, aufgeräumte Kabine

Challenger RoGator 655D traction

Zur RoGator C-Generation wurden die Kabine und die Bedienung komplett erneuert. Die speziell für Selbstfahrer entwickelte Vision-Kabine ist mit 32 cm breiter als die alte C-Kabine und bietet daher genügend Platz für den Beifahrer. Unter dem Beifahrersitz befindet sich ein großes Kühlfach, das auch beheizt werden kann. Im Vergleich zur C-Baureihe ist die Frontscheibe um bis zu 90 Prozent vergrößert worden. Das sorgt für eine klare Sicht nach vorne. Die Lenksäule mit integriertem Armaturenbrett ist nun freistehend. Dank durchgehender und gewölbter Heckscheibe ist der Blick frei auf das Spritzgestänge rechts und links. Zudem ist die neue Vision-Kabine mit der Auszeichnung Kategorie 4 extrem leise.

Optional können zwei RMC-Terminals der letzten Generation in der Kabine zusammenarbeiten - Master-Slave-Prinzip. Ein Terminal zeigt die aktuellen Spritzdaten an, das andere Maschinendaten. Dazu ist der Joystick mit spritzenspezifischen Piktogrammen beschriftet.

Unter dem Kabinenaufstieg befindet sich eine Chemiekalienschublade für Schutzbekleidung und Verbrauchsmaterialien. Daneben angebracht sind der Handwaschbehälter und ein Seifenspender.

Maximal 36 m Gestänge

Challenger RoGator 655D traction

Die selbstansaugende Zentrifugalpumpe wird von der bordeigenen LS-Hydraulik angetrieben und fördert knappe 800 l/min. An der linken Maschinenseite befindet sich die 60-Liter große Einspülschleuse. Sie lässt sich auf eine Höhe von 80 cm herunterklappen. Die Saugleistung der Einspülschleuse beträgt 220 l/min. Rechts daneben ist ein Touchpad-Bedienpult angebracht, über das sich alle Ventilfunktionen steuern lassen.

Das Gestänge gibt es in den Breiten von 24 bis 36 m. Das Aluminiumgestänge des RoGators wird über einen Mittelrahmen an der Maschine angelenkt. Es wird in der Höhe durch die Parallelogrammaufhängung mit 45 bis 290 cm Hubbereich bewegt. Vertikale und horizontale Bewegungen werden mithilfe spezieller RoGator-Dämpfzylinder ausgeglichen. Die Höhenführung übernimmt das Opti-Sonic-System. Drei Ultraschallsensoren halten beide Ausleger unabhängig voneinander und den jeweiligen Bodenkonturen entsprechend in ihrer Höhe konstant. Serienmäßig mit an Bord sind die Hochdruck-Gestänge-Rezirkulation und die rotierenden 5-fach Düsenkörper. Sie lassen sich elektrisch von der Kabine aus betätigen. Die Teilbreitenschaltung ist mit zwei Düsen pro Teilbreite vorgesehen. Der Düsenabstand beträgt übrigens 50 cm. Für den Straßentransport wird das serienmäßig steife Leichtbaugestänge auf die seitlichen Aussparungen des Brühebehälters geklappt und abgelegt, und nicht seitlich am Behälter eingehängt. Damit hält der Selbstfahrer eine Transportbreite von 2,55 m ein. 

Optionen für den Challenger RoGator: eine GPS-Teilbreitensteuerung zum automatischen Absperren von Düsen, ein N-Sensor, eine variable Mengensteuerung, die die Ausbringmenge zur jeweiligen GPS-Position in Anhängigkeit der Applikationskarte schaltet.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der aktuellen traction Ausgabe März/April 2017.

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