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Claas Cargos 760: Technik nach Bedarf

Claas Cargos 760 Häckseltransportwagen
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Alexander Brockmann, traction
am
03.05.2017

Claas stieg 2015 in den Markt für Häckseltransportwagen ein – damals mit ausschließlich einfacher Ausstattung. Im vergangenen Jahr wurden zahlreiche Features für die Cargos-Baureihe vorgestellt, die wir bei der Maisernte 2016 am Cargos 760 begutachtet haben.

Claas Cargos 760 Häckseltransportwagen

Für den Transport von Häckselgütern steht dem Claas Cargos 760 ein Laderaumvolumen von 51 m3 zur Verfügung. Der Tridem-Wagen ist dabei ab Werk mit Bordwanderhöhungen ausgestattet. Der Aufbau besteht, wie auch bei den Ladewagen, aus 300 mm hohen C-Profilen, und öffnet sich nach hinten konisch. Die Stirnwand ist um etwa 30 Grad nach vorne geneigt. Ihr Frontgatter ist recht grobmaschig und verläuft bis zum Boden. Der Kratzboden wird beidseitig hydraulisch angetrieben und lässt sich in zwei Geschwindigkeitsstufen betreiben.Wie es sich für einen Häckseltransportwagen gehört, können optional bis zu drei Dosierwalzen bestellt werden. Der Antrieb erfolgt über eine Einfach-Weitwinkel-Gelenkwelle. Beim Anhäckseln lässt sich der Wagen vorne über die Knickdeichsel absenken, zum Abladen und Befahren des Silos ausheben. Unter schwierigen Bedingungen kann die Knickdeichsel auch als Traktionsverstärker dienen. Dabei wird die erste Achse hydraulisch leicht ausgehoben.

Das modulare Fahrwerk

Claas Cargos 760 Häckseltransportwagen

Die Achsen des modularen Fahrwerks können als 10 t- oder als 9 t-Variante bestellt werden. Wie auch die Ladewagen von Claas, fährt der Cargos 700 mit modular aufgebauten Tandem- oder Tridemfahrwerken, die mittlerweile für 60 km/h zugelassen sind. In einfacher Ausstattung ist das Fahrwerk mit einer mechanischen Federung (Einzelparabelfederung) ausgestattet. Wer vor allem viel in Hanglagen arbeitet, kann den Wagen mit hydraulischem Ausgleich ordern und optional mit hydraulischer Federung. Beim hydraulischen Tridem-Fahrwerk gibt es die Option einer Liftachse. 

Für das serienmäßige mechanische Fahrwerk ist eine Nachlauflenkachse verbaut. Dabei lenken die erste und dritte Achse mit. Für Rückwärtsfahrten muss der Fahrer die Lenkmöglichkeit manuell sperren – zudem kann die Knickdeichsel angehoben werden, um das Radieren zu mindern. Die elektrohydraulische Zwangslenkung ist optional mit Komforthydraulik erhältlich und steht beiden Fahrwerksvarianten zur Verfügung. Der Lenkwinkel wird permanent mithilfe von Drehwinkelsensoren erfasst. Die Anbindung erfolgt über den K50-Kuppler links neben der K80-Kugel. Ein Vorteil der elektrohydraulischen Zwangslenkungen ist die geschwindigkeitsabhängige Verschiebung der Lenklinie. Man kann den maximalen Lenkeinschlag für eine definierte Geschwindigkeit programmieren. Außerdem kann mit dem Hundegang auf unterschiedliche Bedingungen reagiert werden.

Bedienung und Optionen

Bei der einfachen Cargos-Version erfolgt die Bedienung direkt über die Traktorsteuergeräte und über eine Schalterbox. Bei der optionalen Komforthydraulik bedient man den Häckseltransportwagen per ISOBUS. Die Ölversorgung erfolgt hier mittels Power Beyond. Auch ohne ISOBUS und mit dem Claas Operator ist die Bedienung möglich.

Als neue Ausstattungsoption ist für beide Varianten eine zweigeteilte Laderaumabdeckung erhältlich. Sie ist an der 120 mm hohen Bordwanderhöhung befestigt.

Die ausführliche Arbeitsprobe mit dem Claas Cargos 760 lesen Sie in der traction Ausgabe Mai/Juni 2017.

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