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traction-Test

Clevere Details

Impress breit
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Matthias Mumme, traction
am
08.05.2017

Pöttinger ist der zweite Hersteller, der bei seinen Rundballenpressen den Gutfluss über den Rotor führt. Doch die Impress-Modelle haben noch weit mehr zu bieten, wie unser Fahrbericht zeigt.

Vorsicht, Kurzschnitt!

Impress Ballen

Kernelement aller Impress-Modelle ist das obenliegende Schneidwerk. Dieses ermöglicht dank ausziehbarer Messerschublade einen sicheren und komfortablen Messerwechsel im Stehen an der rechten Maschinenseite. Bröckelverluste fallen zudem in den Gutfluss zurück, und die Einzelmessersicherung kann nicht durch Bröckelverluste verschmutzen. Zudem führt die Anordnung von Rotor und Schneidwerk zu einem relativ geradlinigen und kraftsparenden Gutfluss, der den höheren Leistungsbedarf durch die kurze Schnittlänge etwas kompensieren soll.

In den Pro-Varianten der Impress-Baureihen schneiden bis zu 32 Messer eine theoretische Schnittlänge von minimal 36 mm, wobei die mechanische Gruppenschaltung eine Aufteilung von 0 - 16, 16 und 32 Messer ermöglicht. Dank der Twin Blade-Wendemesser kann man mit einem Satz etwa doppelt so lange arbeiten wie mit konventionellen Messern.

An die kürzeste Schnittlänge im Markt sollte man sich jedoch langsam herantasten. Denn um saubere Ballenkanten und stabile Ballen zu formen sowie einen sicheren Ballenstart zu ermöglichen, kann es vor allem in trockenem Stroh sinnvoller sein mit weniger Messern zu arbeiten  – vor allem im äußeren Schneidwerksbereich.

Robust und schwer

Impress Teaser

Mit knapp 4,9 t Einsatzgewicht ist die Impress 125 F Pro sehr schwer, auch wenn Pöttinger große bodenschonende Räder für das Fahrwerk anbietet. Eine Ursache ist sicher die umfangreiche Ausstattung – angefangen von der breiten, beidseitig durch Kurvenbahnen gesteuerten 5-reihigen Pickup mit schwerem Rollenniederhalter mit Kamm über je zwei seitliche Zuführschnecken bis hin zum großen Viersternrotor mit Drallform und die robuste Presskammer mit 18 Walzen. Letztere kann übrigens zum Fertigstellen des Ballens leicht geöffnet werden, und ermöglicht dadurch Ballendurchmesser bis 1,30 m. Nahezu alle Einstellungen lassen sich vom Terminal aus vornehmen – ab der Agritechnica 2017 sogar die Messergruppenschaltung.

Den ausführlichen Fahrbericht mit allen Details und Praktikermeinung lesen Sie in traction Ausgabe Mai/Juni 2017.

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