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Comeback in Schwarz

traction Fendt Ideal 9T breit
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Matthias Mumme, traction
am
05.09.2018

Nach ein paar Jahren Abstinenz im europäischen Rotormähdreschermarkt meldet sich AGCO mit dem Ideal zurück. Wir durften im Weizendrusch bereits mit dem Topmodell Ideal 9T arbeiten.

Lange Rotoren

traction Fendt Ideal 9T Schmuckbild 1

Bei den weltweit vertriebenen Ideal-Rotormähdreschern entschied sich AGCO klar für das Rotor-Konzept. Allerdings sind die Rotoren mit 4,84 m ungewöhnlich lang – was zunächst zu Vermutungen führte, dass unter dem schwarzen Blechkleid ein Hybrid-Drusch- und Abscheidesystem steckt. Das Einstiegsmodell Ideal 7 arbeitet mit einem Rotor, die Modelle Ideal 8 und Ideal 9 mit zwei Rotoren. Die Zahl steht dabei jeweils für die Druschklasse – man deckt also die Klassen 7, 8 und 9 ab. Der Buchstabe T markiert dabei Modelle mit Raupenlaufwerken auf der Vorderachse.

Markent ist auch das Design der Rotoren. Sie arbeiten zum Ausdrusch im vorderen Bereich mit vier längs angeordneten Druschleisten, denen helixförmig angeordnete Finger folgen. Insgesamt durchläuft das Erntegut 9 Rotorumdrehungen – das soll Korn und Stroh schonen. Im Druschbereich lässt sich der Korbabstand verstellen, ein Teil des Korbes ist geschlossen und übernimmt die Arbeit der nicht vorhandenen Entgrannerleisten.

Auch bei der Reinigung ließen sich die Ingenieure neues einfallen. So sind die zwei Rücklaufböden so gestaltet, dass sie das Material gleichmäßig auf den Vorbereitungsboden verteilen. Mit 2,21 m ist das Obersieb laut AGCO das längste am Markt, die Gesamt-Siebfläche gibt der Hersteller mit 5,4 Quadratmetern an.

Superlative beim Bunkern und Abbunkern

traction Fendt Ideal 9T Schmuckbild 2

In der optionalen Streamer 210-Ausstattung fasst der Korntank des Ideal 9T stolze 17.100 l. Und mit bis zu 210 l/sek sind diese in weniger als 90 Sekunden abgebunkert – das ist rekordverdächtig. Da diese Abtankrate hier und da etwas zu viel des Guten ist, lässt sie sie auch von der Kabine aus reduzieren. Gut: Die Schnecken im Korntank sind mit hydraulisch hoch- und runterfahrbaren Blechabdeckungen geschützt, sodass beim Starten des Entleervorgangs keine Drehmomentspitzen auftreten.

Soviel Leistung hat ihren Preis: Mit etwa 26 t Einsatzgewicht ohne Vorsatz ist der Ideal 9T sehr schwer. Das Gewicht wird jedoch auf sehr großen Raupenlaufwerken abgestützt, mit denen der Rotormähdrescher selbst bei 760 mm Bandbreite unter 3,49 m Außenbreite bleibt. Und: Laut Aussage von Fendt soll der 15,4 l große MAN-Sechszylinder im Zusammenspiel mit dem 2-Gang-Hydrostaten mit CVT-Straßenmodus dennoch einen äußerst günstigen Dieselverbrauch ermöglichen. Dafür bedarf es jedoch eines längeren Tests, den wir für die Kampagne 2019 geplant haben.

Den ausführlichen 10-seitigen Fahrbericht lesen Sie in traction Ausgabe September/Oktober 2018.

Traction

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