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Arbeitsprobe

Auf die direkte Art

Novag T-ForcePlus
am Mittwoch, 06.05.2020 - 16:09

Einer der Hersteller für Direktsaatmaschinen ist der französische Hersteller Novag. Auf einer Getreidestoppel konnten wir eine 4 m breite T-ForcePlus 440 zur Zwischenfruchtsaat begleiten. Ende August ging es dann mit einer 6 m-Novag auf eine satte Gründüngerfläche für die Aussaat von Raps.

Novag T-ForcePlus

Das wichtigste Element der Novag-Drillen ist die Kombination aus Scheibe und den zwei Säschuhen. Diese beruht auf das Cross Slot-System. Integriert haben die Säschuhe je einen Auslass. Entweder können so Saaten appliziert werden oder eine Seite das Korn, auf der anderen Dünger. Als Schlusslicht arbeiten zwei Andruckrollen pro Reihe. Über ihre Höhenverstellung wird die Ablagetiefe des Saatguts bestimmt. Will man mehrere Sorten gleichzeitig aussäen, lässt sich jedes Schar der Saat entsprechend individuell in der Ablagetiefe verstellen.

Über ein Parallelogramm hängen die Reihen an den Säbalken. Mittig verbaut ist ein Hydraulikzylinder, mit der sich jede Reihe am Vorgewende ausheben bzw. einsetzen lässt. Die Zylinder arbeiten doppelwirkend, das heißt, sie können Druck auf das Scharsystem geben. Über Messsensoren wird der Schardruck gemessen und die Hydraulikzylinder passen für eine konstante Ablagetiefe den Druck den vorliegenden Bedingungen an.

 An unserer 6 m-Maschine waren 24 Reihen mit 25 cm Abstand installiert. Unsere 4 m-Testvariante arbeitete mit 21 Aggregate im Abstand von 19 cm, aber auch mit anderen Reihenweiten können die T-ForcePlus konfiguriert werden.

Novag T-ForcePlus

Für die kleinere T-ForcePlus-Modelle gibt es einen 4.200 Liter großen, zweigeteilten Tank. Zur diesjährigen Saison bekommen die Maschinen eine Schwenkwand, sodass man bei den Füllmengen beider Parzellen sehr variabel ist. Der Tank unserer 6 m-Testmaschine ist ebenfalls zweigeteilt und misst 5.400 Liter. Sollte die Variante nicht reichen, lassen sich zwei zusätzliche Nebenbehälter ordern – zusammen also vier Möglichkeiten. Die Zusatzdosierer der Nebentanks können für verschiedene Einsätze konfiguriert werden. So kann zum Beispiel Saatgut direkt in den Gutstrom des Hauptdosierers geleitet werden. Die nächste Alternative ist eine Breitverteilung hinter der Maschine. Möglich ist auch eine reihenabhängige Saat. Mit maisfähigen Rotoren in den Nebendosierern ist theoretisch eine mechanische Vereinzelung machbar.

Die massiv ausgelegten Bauteile spiegeln sich auch im Einsatzgewicht wider. Leer bringt die T-Force Plus 640 11 t auf die Waage, die 4 m-Variante 7,5 t.

Die ausführliche Arbeitsprobe mit den Novag T-ForcePlus Maschinen lest ihr in traction Ausgabe Mai/Juni 2020.

traction Magazin

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