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Trends & Wissen

Dreiecksbeziehung

Externer Autor
am
23.07.2014

Dispatcher, Leitmaschine und Transporteinheiten: In der Landwirtschaft ist
 das professionelle Flottenmanagement oft eine klassische Dreiecksbeziehung.

Die Handykommunikation bei Transportarbeiten beginnt oft mit W-Fragen: „Wo bist Du?“,  „Wann ist endlich ein leerer Hänger da?“ Und man fragt sich heute: Wie ging das ohne Mobilfunk? Genau: CB-Funk (citizens’ band radio) ist seit 1975 in der Bundesrepublik für jeden frei nutzbar und war vorher mit Bedarfsnachweis möglich. Noch heute nutzen viele landwirtschaftliche Betriebe diese kostengünstige Variante der Kommunikation, die den Vorteil hat, schnell an alle Teilnehmer eine Frage loswerden zu können. Eine andere Lösung bringt eine Kombination von Standorterfassung der Fahrzeuge per Satellitenortung, digitalen routingfähigen Karten und der Kommunikation aller Teilnehmer mit der Zentrale - das Flottenmanagement.
 
Traditionell kommt da ein Dispatcher ins Spiel. Diese Funktion kann der Betriebsleiter oder ein beauftragter Mitarbeiter übernehmen. Die beweglichen Einheiten nutzen für die Kommunikation das Mobilfunknetz. Nach 2006 waren all diese Komponenten einsatzsicher und zu vertretbaren Preisen erhältlich und so begannen mehrere Unternehmen, Systeme für das Flottenmanagement zu entwickeln.
 
Allen gemeinsam ist, dass sich vor allem der Disponent und der Fahrer der Leitmaschine vorher mit der Technik vertraut machen und einarbeiten. Als Leitmaschine wird die in einer Flotte einmal vorhandene Schlüsselmaschine bezeichnet, zum Beispiel ein Feldhäcksler. Hat man sich für einen Anbieter beziehungsweise eine Flottenmanagement-Lösung entschieden, müssen Stammdaten eingepflegt und Terminals konfiguriert werden.
 
Und mit jedem neuen Schlag ist auch neu über die Fahrstrecke zu entscheiden. Die Fahrer müssen kaum mehr tun als bei einem normalen Navi: Auftrag starten, jede Hin- und Rückfahrt anzeigen lassen und Auftrag beenden. Alle Anbieter arbeiten mit kostenlosem Kartenmaterial aus dem Internet: von Google, Bing oder OpenStreetMap (OSM). Lacos Computerservice bietet zusätzlich kostenpflichtige Spezialkarten an. Diese enthalten nach Angaben des Unternehmens 98 Prozent aller befahrbaren Wege. Außerdem sind Informationen zu Geschwindigkeiten, Gewichten und Durchfahrtshöhen landwirtschaftlicher Fahrzeuge hinterlegt.
 
Details zum Flottenmanagement und zu den Lösungen verschiedener Hersteller finden Sie in der Juli/August-Ausgabe 2014 der traction.
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