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Arbeitsprobe

Druckvoller Kreuzschnitt

horsch_agritechnica
am Donnerstag, 07.11.2019 - 13:46

Mit zwei Cultro TC bietet Horsch erstmals Tandem-Messerwalzen an. Wir waren damit auf Raps- und Maisstoppel unterwegs.

2,90 und 12,20 m Arbeitsbreite

horsch_cultro

Im Sommer 2019 stellte Horsch seine neue Cultro TC-Baureihe vor. Die Tandem-Messerwalzen stehen zunächst mit 2,90 und 12,20 m Arbeitsbreite in der Preisliste. Wie schon in der "alten" Messerwalze an der Joker RT-Kurzscheibenegge setzt Horsch auf eine geschlossene Bauweise mit je sechs Messern. Dadurch soll ein höherer Schneiddruck möglich sein, ohne dass die Messer schaden nehmen – sie liegen innen auf dem Rotor an. Allerdings können die Bereiche zwischen den Messern unter nassen, bindigen Einsatzbedingungen etwas verkleben. Zudem lassen sich so keine Wendemesser nutzen. Der Außendurchmesser beträgt 300 mm. Der Tandem-Rahmen ist mit Gummielementen am Hauptrahmen angebracht, sodass sich die Messerwalzen Bodenunebenheiten in Fahrtrichtung etwas anpassen können und Schläge durch größere Steine etwas gedämpft werden. An der Cultro 12 TC sind insgesamt vier Segmente angebracht, wobei die Messerwalzen der vorderen und hinteren Reihe stets etwas versetzt sind um unbearbeitete Zonen zwischen den Segmenten zu vermeiden.

Cultro 12 TC mit weiteren Werkzeugen

horsch_messerwalze

Die Cultro 3 TC kann sowohl front- als auch heckseitig an den Traktor angebaut werden. Zudem ist auch die Montage einer Walze möglich. Die gezogene Cultro 12 TC dagegen lässt sich mit verschiedenen Zusatzwerkzeugen bestücken. Dazu gehört im hinteren Bereich ein dreireihiger, einstellbarer Schwerstriegel oder eine Walze. Vor der Messerwalze sind hydraulisch verstellbare Schleppzinken montiert, die den Boden anrauhen und niedergefahrene Stoppeln teils wieder aufrichten. Zusätzlich arbeiten die Schleppzinken auch in Fahrspuren, wo die Messer der Messerwalzen keinen Effekt erzielen. Insgesamt war das Arbeitsergebnis der Cultro 12 TC auf Silomaisstoppel unter sehr trockenen Einsatzbedingungen überraschend intensiv, was teils auch am Einstaub-Effekt des nachlaufenden Schwerstriegels lag.

Die Messer und der Rotor machen einen sehr stabilen Eindruck, jedes Messer ist mit vier Bolzen am Rotor verschraubt. Dadurch fällt jedoch viel Schraubarbeit beim Messerwechsel an.

Die ausführliche Arbeitsprobe lesen Sie in traction Ausgabe November/Dezember 2019.