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Trends

Düngerstreuer: Haarscharf an der Grenze

Düngerstreuer Bogballe
am Mittwoch, 18.01.2023 - 07:00

Präzision, Autonomie und Schlagkraft steigen bei der Mineraldüngerausbringung gleichzeitig. Denn inzwischen knallt jedes Kilo Dünger ordentlich in die Bilanz, sowohl ökologisch als auch finanziell.

Landwirte haben auf Grund der hohen Mineraldüngerpreise zunehmend eine optimale Applikation im Fokus. Aufgrund der aktuellen Unsicherheit am Energiemarkt ist eine Vorhersage über die weitere Entwicklung momentan jedoch kaum möglich.

Sowohl die Preisentwicklung als auch das verfügbare Angebot lassen sich kaum abschätzen. Das wird nach Ansicht von Lemken unter anderem als Faktor dazu beitragen, dass Landwirte auch weiterhin zunehmend in moderne Düngetechnik investieren. Die Landwirtschaft wird mehr und mehr darauf angewiesen sein, die zur Verfügung stehenden Betriebsmittel möglichst verlustfrei und mit höchster Präzision einzusetzen.

Investition in die Zukunft

Bredal Düngerstreuer streut Kalk

Die Nachfrage nach entsprechender Technik ist daher weiterhin hoch, hauptsächlich aufgrund des Investitionsförderprogrammes. Nach Auslaufen ab 2025 erwarten Hersteller wie Rauch aber einen Rückgang der Nachfrage.

Gekauft werden bevorzugt moderne und präzise Streuer mit Isobus, GPS-Vorgewende- und Teilbreitenschaltung sowie hydraulischem Scheibenantrieb. Auch ein Trend zur teilflächengenauen Düngung über Applikationskarten oder Pflanzensensoren nimmt zu. Zudem werden Ausstattungen wie Wiegetechnik oder Streufächerüberwachung immer öfter gekauft.

Es ist davon auszugehen, dass dieser Anteil in Zukunft weiter steigen wird. Auch bei Lemken werden beispielsweise vermehrt Wiegeeinrichtungen nachgefragt, womit sich laut Hersteller-Aussage bis zu 10 Prozent Düngereinsparung erreichen lassen. In diesem Zusammenhang spielt auch die automatische Mengendosierung zunehmend eine zentrale Rolle.

Düngetechnik: Grenzen ziehen

Rauch Aero GT

Das Thema Grenzstreuen ist zwar seit Jahren präsent, steht aber vor allem in Deutschland und auch international zunehmend im Fokus. Dazu hat Amazone ein neues Verfahren entwickelt: Zunächst wird die Fläche direkt an der Feldgrenze umrundet und lediglich feldinnenseitig 50 % der Sollmenge ausgebracht. Es folgt die klassische Anschlussfahrt durch die erste Fahrgasse, wobei nun ebenfalls 50 % der Sollmenge Richtung Feldgrenze appliziert werden. So soll auch ein Zentrifugalstreuer absolut randscharf an der Grenze Dünger applizieren können.

Auf Grund der derzeit knappen Verfügbarkeit von Düngemitteln kann es in der Praxis zu wechselnden Chargen kommen. Das kann schwankende Düngereigenschaften bedeuten. Teilbreitenschaltungen werden ebenfalls seit vielen Jahren und von fast allen Herstellern angeboten. Sobald der Landwirt einen Isobus-Streuer in Betracht zieht, kommt das Thema automatisch auf.

Die vollständige Marktübersicht lesen Sie in traction Ausgabe Januar/Februar 2023 und im Digitalmagazin.

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