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traction-Tests

Echte Wiedergeburt

Externer Autor
am
31.10.2014

Claas hat seinen Tucano Hybrid komplett überarbeitet. Neben einem Rotorvariator und der Obenentleerung erhielt der 570 zahlreiche weitere Neuerungen. Was genau, und wie Praktiker zum Einstiegshybriden stehen, fassen wir zusammen.

{BILD:620314:jpg}Nach rund sechs Jahren Marktpräsenz wurde es höchste Zeit für eine Runderneuerung des „kleinen Lexion“ – dem Tucano Hybrid. Denn einige Features fehlten den Mähdreschern oder passten nicht mehr so richtig in die Zeit. Viele der Kritikpunkte sind die Claas-Ingenieure angegangen und so kann sich die neue Generation Tucano Hybrid wirklich sehen lassen. Wir haben uns den neuen Tucano 570 beim Weizendrusch genauer angeschaut und darüber hinaus Praktiker besucht, die den Umstieg von Schüttler auf Hybrid gewagt haben.
 
Der Drescher bietet bei vergleichsweise kompakten Ausmessungen eine gute Leistung und ist auch in puncto Bedienung viel moderner geworden. Einer der größten Kritikpunkte der bisherigen Tucano-Hybrid-Modelle war der fehlende Rotorvariator. Der bislang verbaute Stufenantrieb mit acht Übersetzungen (365 bis 975 U/min) ist auch heute noch serienmäßig verbaut, für 3.435 Euro Listenpreis kann jetzt jedoch auch ein Variator für stufenlose Drehzahlanpassungen zwischen 450 und 920 U/min geliefert werden. Generell ist die Liste der Zusatzausstattungen lang.
 
An den Rotorabmessungen (570 mm Durchmesser, 4,2 m lang) hat sich nichts geändert. Allerdings ist ein sechster Rotorkorb dazugekommen, der die Abscheideleistung nochmals steigern soll. Und die vorderen zwei Korbsegmente lassen sich ganz einfach mittels zweier Stellhebel an der linken Maschinenseite verschließen. Damit soll die  Siebbelastung durch Kurzstroh unter sehr trockenen Erntebedingungen verringert werden.
 Eine weitere Neuerung betrifft die Strohübergabe aus dem Rotor heraus auf den vierreihigen Strohhäcksler oder zur Schwadablage. Durch ein elektrisch verstellbares Leitblech kann der Gutstrom nun aktiv gesteuert werden.
 
Auch die Schwadablage lässt sich durch das Leitblech aktiv steuern. Ist es ganz geöffnet, wird ein breites, schneller abtrocknendes Doppelschwad abgelegt. Unter feuchten Druschbedingungen ist das sinnvoll. Ist das Stroh hingegen trocken, wird das Leitblech stärker geschlossen, sodass ein schmales Einzelschwad zustande kommt. Dieses wird normalerweise etwas nach links aus der Maschinenmitte heraus abgelegt, kann bei Nutzung eines Schwadformers aber auch mittig platziert werden. mu & ksch

Den vollständigen Testbericht zum Tucano 570 Hybrid inklusive Praktikermeinungen lesen Sie in der traction-Ausgabe November/Dezember 2014, die Sie hier bestellen können.
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