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Effiziente Zwischenlösung

Externer Autor
am
06.07.2015

Überladewagen sind das Bindeglied zwischen Erntemaschinen und Abfahrgespannen, aber auch über die Ernte hinaus nützlich. Wir geben einen Überblick über verschiedene Bauarten.

Überladewagen sind das Bindeglied zwischen Erntemaschinen und Abfahrgespannen, aber auch über die Ernte hinaus nützlich. Wir geben einen Überblick über verschiedene Bauarten.
Die Abfuhrlogistik der Getreideernte hinkt oft der gestiegenen Mähdrescherleistung hinterher. Die Hänger sind zu klein, die Rundenzeiten zu lang, die Wege zu weit, die Annahmekapazitäten zu schwach usw. Fährt man zum Abtanken an den Feldrand, verschenkt man bis zu 20 Prozent Durchsatz. Werden Container oder Hänger abgestellt oder muss man auf Abfuhrfahrzeuge warten, erhöht sich die Quote schnell auf 40 Prozent. Besonders Lohnunternehmer kennen die Situation, dass sie mit dem leistungsstarken Mähdrescher zu den – manchmal zu kleinen – Anhängern der Auftraggeber irgendwo auf das Feld fahren müssen. Das kostet Zeit, die nicht bezahlt wird.
 
Die Anbieter von Umladewagen werben mit bis 30 Prozent Leistungssteigerung oder bis zu 25 Prozent mehr Druschleistung. Allerdings kann es für manche Betriebe sinnvoller sein, gleich in den nächst größeren Mähdrescher zu investieren oder die benötigte Kapazität über Dienstleister preiswerter einzukaufen.

Eine oder zwei Schnecken

Entscheidet man sich für einen Überladewagen, hat man die Wahl zwischen zwei weit verbreiteten Bauarten: einem trichterförmigen, einachsigen Überladewagen mit einer Schnecke (Horsch, Fliegl, JAN, Cestari) oder einem Überladewagen mit einer oder zwei Zuführschnecken am Boden und einer Übergabeschnecke in der Front (HAWE, Güstrower, Annaburger).
 
Einmal angeschafft, setzen viele Betriebe den Überladewagen auch beim Drillen und Düngen ein, um mit der vorhandenen Technik mehr Fläche zu bewältigen. Das rentiert sich insbesondere bei großen Geräten. Es macht schon einen zeitlichen Unterschied, ob eine 10-m-Drille mit einer Förderschnecke von 15 oder 50 cm Durchmesser beladen wird. So ergeben sich weitere Möglichkeiten, Zeit und Geld zu sparen und damit eine schnellere Amortisation zu erreichen. ksch & mö

Die Vor- und Nachteile der beiden Bauarten sowie Beispielrechnungen lesen Sie in der traction-Ausgabe Juli/August 2015.
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