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Traction-Tests

Einfach kräftig

Dieser Artikel ist zuerst in der traction erschienen.

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Karsten Schranz, traction
am
09.03.2016

Mit 163 PS aus einem 6,1 l großen Deutz-Motor will der Zetor Crystal die 
Mitbewerber im mittleren Leistungssegment ärgern. Dass er deutlich mehr als nur einen attraktiven Preis zu bieten hat, können wir nach unserem Test bezeugen.

Zur Saison 2016 bringt der tschechische Hersteller Zetor einen neuen Namen in die Traktorenmittelklasse: den Crystal. Ganz neu ist der Name nicht: 1969 brachte Zetor Traktoren mit vier Zylindern unter der Bezeichnung 8011 Crystal auf den Markt. 1975, also vor gut 40 Jahren, kam dann der Urahn unseres Testkandidaten auf den Markt: der Crystal 12011 mit sechs Zylindern und Allrad. Auch wenn die alten und neuen Crystal über 40 Jahre trennen, das Grundkonzept ist immer noch das Gleiche: langer Radstand, mittleres Gewicht, solide und robuste Technik ohne viel Schnick-Schnack und ein Motor mit reichlich Kraft.

Jetzt Tier 4i, bald Tier 4 final

Unter der Haube schlägt ein deutsches Herz: Der Reihensechser TCD 6.1 von Deutz leistet im Zetor Crystal 120 kW (163 PS) bei 2.100 U/min Nenndrehzahl. Aus dem Auspuff auf der rechten Seite strömen die Abgase in Gütequalität Tier 4i. Zetor darf das, weil der Hersteller noch lagernde Motoren im Jahr 2016 in den Crystal einbaut. Gehen die Bestände zur Neige, kommen Deutz-Tier-4-final-Motoren in den Traktor. Die hohe Haube ist ein erstes Zeichen: Unter ihr findet später die aufwendigere Tier-4-final-Abgasnachbehandlung Platz, ohne dass äußerlich etwas geändert werden muss.

Auch für Tier 4i tankt der Zetor zusätzlich AdBlue, und zwar in den 32 l fassenden Tank auf der linken Seite. Der Dieseltank fasst 300 l – Durchschnitt in dieser Klasse. Schön wäre es, wenn sich beide Einfüllstutzen auf einer – am besten der linken– Seite befinden würden.

Im Testeinsatz hatten wir an den Crystal einen dreibalkigen Grubber mit Flügelscharen zum Dauergrünlandumbruch gespannt und ca. 20 cm tief gearbeitet. Damit hatte der Crystal natürlich leichtes Spiel und wir hätten auch locker mit 4 m grubbern können. Der Motor entfaltet seine ordentliche Kraft spontan und hängt auch auf der Straße gut am Gas. Dafür sprechen auch 38 Prozent Drehmomentanstieg, die man jederzeit spürt.

Zur Wartung kommt man an den Deutz-Motor gut ran. Die Haube klappt einteilig leicht nach oben. Im hinteren Bereich müssen zwei weitere Verkleidungen mit Flügelschrauben abmontiert werden, wenn man den Motor ganz freilegen will. Luftfilter und Kühlerpaket sind gut zugänglich. Letzteres kann man leider nicht aufklappen.

Unseren vollständigen Testbericht zum Crystal 160 von Zetor lesen Sie in der traction-Ausgabe März/April 2016.

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