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Arbeitsprobe

Wo einfach reicht und High-Tech lohnt

Kverneland Veenhuis Premium Integral
Alexander Brockmann, traction
am
07.03.2018

Nicht nur Schlepper lassen sich nach Belieben konfigurieren. Auch bei Güllewagen erreicht man schnell mit entsprechendem Zubehör das Profi-Segment.
Doch wo reicht einfache Technik aus, und wo beginnt das Profisegment bei Güllefässern? Für diese Fragestellung haben wir die zwei Veenhuis-Fässer der Ecoline- und Premium Integral-Serie unter die Lupe genommen.

Veenhuis Ecoline-Serie

Kverneland Veenhuis Ecoline

Kverneland Veenhuis stellte auf der EuroTier 2016 die neue Generation der Ecoline-Serie in der Tandemausführung vor. Die neuen Wagen gibt es mit 11.500 bis 19.000 m3 Fassungsvermögen – insgesamt sind es fünf Modelle. Neben einer Vakuumpumpe mit über 13.500 l/min Luftdurchsatz können die Fässer auch mit Exzenterschneckenpumpen (von 4.000 bis 7.800 l/min) ausgestattet werden.

Das BPW-Tandem-Fahrwerk der neuen Ecoline-Generation ist serienmäßig luftgefedert. Eine hydraulische Zwangslenkung ist aufpreispflichtig; Standard ist eine Nachlaufachse. Als weitere Option bietet Kverneland Veenhuis sogar eine elektro-hydraulische Lenkung für das Fass. Zur Serie gehört eine 4-Punkt-Hubwerksvorrichtung für den Anbau von Schleppschläuchen und –schuhen, wie z.B. das Veenhuis Ecoslide XL-Gestänge in 12, 15 und 18 m Arbeitsbreite.

Mit einer Vielzahl von Ausstattungsoption bewegt sich die Ecoline-Serie stark in Richtung Profifässer. Dazu zählen Befüllbeschleuniger, Andockarme, Reifendruckregelanlage und die ISOBUS-Steuerung über das Kverneland Terminal TellusGo.

Veenhuis Premium Integral-Serie

Kverneland Veenhuis Premium Integral Tridem

In der Premium Integral-Serie können Landwirte und Lohnunternehmer zwischen sieben Grundmodellen wählen – vier Behältergrößen mit Tandemfahrwerk und drei von 22.000 bis 30.000 l für die Tridemvariante. Wichtiges Merkmal der Premium Integral-Fässer ist die Pumpentechnik, denn der Hersteller setzt zum Ansaugen und Ausbringen auf verschiedene Technologien. Zum Ausbringen sorgt die Zentrifugalpumpe mit 12.000 l/min Ausbringleistung. Weil sie nicht ansaugfähig ist, greift Veenhuis auf eine Vakuumpumpe zurück. Die Pumpe entlüftet das Fass und erzeugt im Andockrohr bzw. -kran bis zum Befüllbeschleuniger ein Vakuum.

Das Achsaggregat des Premium Integral-Fasses ist hydraulisch gefedert. Optional bietet Veenhuis eine elektronische Zwangslenkung an - Standard ist eine hydraulische. Zudem gibt es für Tridemfässer eine hydraulische Achsentlastung der ersten Achse. Die optional erhältliche, gefederte Zugdeichsel rundet das Kapitel Fahrwerk ab. Eine Hubvorrichtung ist serienmäßig dabei, und für schwere Injektoren geeignet. Die Premium-Steuerung erfolgt über ISOBUS – dazu bietet Kveneland Veenhuis das Tellus Go an. Für die Bedienung des Ansaugarms bzw. -krans ist zusätzlich ein Joystick notwendig.

Optional gibt es unter anderem eine vollautomatische Dosierung, eine integrierte Reifendruckregelanlage und ein Topdruckzylinder für mehr Stützlast auf der Hinterachse. Ebenfalls ist der Wagen als Zweikammerfass mit Sektionsentleerung lieferbar.

Den ausführlichen Testbericht mit umfangreicher Ausstattungstabelle, Infos zum Schleppschuhverteiler Ecoslide XL und abschließendem Fazit lesen Sie in der traction Ausgabe März/April 2018.

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