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Trends & Wissen

Eins, zwei oder drei?

Externer Autor
am
11.08.2014

Ein einziges Terminal für alle Maschinen und jede Anwendung - das war eines der Hauptziele bei der Entwicklung des ISOBUS-Ansatzes. Doch ist die 1-Terminal-Strategie heute noch aktuell? Eine Umfrage hat aufgeklärt, welche Lösung die Landwirte bevorzugen.

{BILD:615222:jpg}Mehr als zehn Jahre nach der Einigung auf die ISO-Norm hat sich in der Praxis noch immer keine einheitliche Lösung für Bordcomputer auf Landmaschinen durchgesetzt. Kabinen mit drei, vier oder sogar noch mehr Terminals sind keine Seltenheit. Das kann nicht nur Kostennachteile haben, sondern Fahrern auch durch unterschiedliche Bedienkonzepte und eine eingeschränkte Sicht das Leben unnötig schwer machen.
Die Idee eines Terminals für alle Maschinen und Anwendungen scheint daher attraktiv. Allerdings sind die Anforderungen an die Bordelektronik in den letzten Jahren rapide gestiegen. Ein Terminal soll heute oft nicht nur die Gerätesteuerung erlauben, sondern beispielsweise auch zur Bedienung GPS-gestützter Anwendungen (Lenksystem, automatische Teilbreitenabschaltung, Applikationskarten etc.) und Kameras genutzt werden können.
 
Zudem gewinnt die Aufzeichnung und der Austausch von Daten an Bedeutung, was am Beispiel der elektronischen Ackerschlagkartei oder des elektronischen Auftragsmanagements deutlich wird. Auch solche Anwendungen sollen über ein Terminal bedient werden können. Um die Wünsche der Landwirte herauszufinden, also welche Anwendungen auf wievielen Terminals laufen sollten, wurden 95 Landwirte aus ganz Deutschland online befragt.
 
Ein paar Ergebnisse: Lediglich 12 Prozent der Landwirte entscheidet sich für die Variante mit allein dem Schleppermonitor; 46 Prozent von ihnen wünschten sich einen ungeteilten Monitor, 56 Prozent hingegen einen Splitscreen. Die Ausstattung mit zwei Terminals fand mit Abstand am meisten Anklang: 
70 Prozent der Befragten wählte diese Option. Hier wünschten sich sowohl beim Schleppermonitor als auch beim zusätzlichen Terminal je die Hälfte der Landwirte einen geteilten und einen ungeteilten Bildschirm. 18 Prozent der Landwirte wünschten sich sogar drei Terminals in der Kabine. Sie arbeiteten bevorzugt im Vollbildmodus: Während die Aufteilung des Schleppermonitors etwa zu gleichen Teilen ungeteilt und geteilt gewünscht wird, zeigte sich bei den seitlich angebrachten, zusätzlichen Terminals ein klarer Trend zum Vollbildmodus (71 zu 59 Prozent).
von Marianne Böhm und Oliver Mußhoff
 
Die vollständigen Ergebnisse der Studie lesen Sie traction-Ausgabe 05/2014.
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