Login
Technik

Mit Federn auf die Stoppel

traction Federzinken Breitbild
Thumbnail
Matthias Mumme, traction
am
04.05.2018

Angesichts immer größerer Einschränkungen beim chemischen Pflanzenschutz rücken Federzinken-Flachgrubber und Großfederzinkeneggen als Alternative zur Kurzscheibenegge zunehmend in den Fokus von Ackerbauern.

Großfederzinkeneggen bis ca. 12 cm Tiefe

traction Federzinken Güttler

Spezialisten für's Flache sind Großfederzinkeneggen, die typischerweise mit konventionellen S-Zinken arbeiten und primär für die Saatbettbereitung nach Pflug oder Grubber konzipiert sind. Aber: Sie sind bei entsprechender Technik auch für die Stoppelbearbeitung nach Getreide geeignet. Für mehr Vorspannung ist bei einigen Herstellern die Verwendung von Überfedern möglich. Die Balkenzahlen reichen von 4 bis 9 – entsprechend unterschiedlich sind die Geräte für die Stoppelbearbeitung bei langen Stoppeln oder nicht geräumtem Stroh geeignet.

Aufgrund der Zinkenvibration wird ein eher offener Arbeitshorizont ohne Schmierschichten erreicht (also ohne den s.g. Glättkelleneffekt), wobei sich die Zinkenreihen individuell mit Schmalscharen oder Gänsefußscharen bestücken lassen – je nachdem, ob ganzflächig oder extensiv gearbeitet werden soll.

Am Markt sind Arbeitsbreiten bis 14,50 m vertreten, die maximalen Arbeitstiefen liegen je nach Stärke des Zinkenkopfes und der Rahmenhöhe bei etwa 10 bis 15 cm.

Federzinken-Flachgrubber mit neuen Zinkenformen

traction Federzinken Väderstad Swift

Mehr Durchgang und Arbeitstiefe sind mit Federzinken-Flachgrubbern möglich. Mit starken Zinken und hohem Rahmen (teils über 80 cm) können bei optimalen Einsatzbedingungen bis zu 25 cm erreicht werden. Die Zinkenformen unterscheiden sich teilweise recht stark. Zinkenköpfe mit starken Blattfedern überwiegen (teilweise mit getrenntem Zinkenkopf und Zinkenstiel), allerdings gibt es auch zahlreiche Flachgrubber mit Quadratzinkenprofil. Darüber hinaus sind auch individuelle Balken- und Zinkenformen am Markt vertreten. Beispiele dafür sind der Horsch Cruiser XL, bei dem der Federzinken für mehr Durchgang über den Querbalken geführt wird, und der Väderstad Swift, der mit drei Querbalken eine 6-reihige Bauweise erreicht. Hydraulische Traktionsverstärker besitzen neben dem aufgesattelten Cruiser XL von Horsch auch die zwei aufgesattelten Turbo T-Modelle von Kverneland. Der Markt bietet ferner aktuell Arbeitsbreiten von 3,0 bis 12,0 m.

Den ausführlichen 8-seitigen Artikel mit einer umfangreichen Marktanalyse und theoretischer Erklärung des Federzinken-Arbeitsprinzips lesen Sie in traction Ausgabe Mai/Juni 2018.

 

Auch interessant