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Gebraucht

Freie Sicht voraus!

Externer Autor
am
28.02.2015

Deutz-Fahr war mit seinem Freisichtkonzept für Standardschlepper lange sehr erfolgreich. Entsprechend ist der Gebrauchtmarkt heute gut bestückt. Die Maschinen gelten als robust und praktisch. Deshalb sind die Preise teils recht hoch.

Deutz-Fahr war mit seinem Freisichtkonzept für Standardschlepper lange sehr erfolgreich. Entsprechend ist der Gebrauchtmarkt heute gut bestückt. Die Maschinen gelten als robust und praktisch. Deshalb sind die Preise teils recht hoch.
{BILD:629042:jpg}In den 1980er-Jahren eroberten zwei Baugruppen die Höfe im Sturm: Das Fronthubwerk und der Industriefrontlader. Einziges Problem war die eingeschränkte Sicht auf das Gerät. Dann hatte ein schwedischer Deutz-Händler die Idee: Warum nicht die Motorhaube so nach vorne anschrägen, dass die Sicht auf den Raum vor dem Traktor besser würde? Die Umsetzung war nicht sehr kompliziert, die Freisichtrevolution war bald marktreif. Anfang der 90er wurde die Produktpalette in drei Linien aufgespalten: Die Standardklasse mit über 70 PS hieß AgroPrima; die neue Haubenform etablierte Deutz-Fahr mit der Serie AgroXtra und montierte sie später auch an die AgroStar getaufte Oberklasse.
 
1990 stellte Deutz-Fahr die AgroXtra-DX-Schlepper vor: den kompakten, 75 PS starken Sauger 4.17 und den etwa 20 cm längeren 4.57 mit 90-PS-Turbo. Beide holen ihre Leistung aus dem gleichen 4-l-Aggregat. Wer mehr als nur einen Allroundschlepper für Stall und Hof suchte, bekam mit dem 100-PS-Sechsender 6.07 auch Leistung und Drehmoment für mehr als vier Pflugschare. Es folgten weitere Modelle: das 60-PS-Modell AgroXtra 3.57, das 65-PS-Modell 4.07  und das Topmodell 6.17 mit 113 PS. Im Sommer 1993 stieg im Rahmen eines Updates die Leistung. Deutz-Fahr verpasste den Schleppern eine Sintermetallkupplung, Scheibenbremsen hinten auf die Achsen. die schon bekannte StarCab-Kabine, bis zu 3 DW-Steuergeräte und serienmäßig Allradantrieb.

Star oder Xtra?

Wer etwas mehr Komfort, EHR und Lastschaltgetriebe braucht, sollte nach den AgroStars suchen. Auch fünf Modelle der neuen Oberklasse bekamen für die Agritechnica 1993 die schräge Front verpasst. Der Einstieg in die Luxus-Freisicht waren die turbogeladenen 4.68 mit 91 PS und der 4.78 mit 100 PS. Darüber lagen 6.08 (107 PS), 6.28 (115 PS) und 6.38 (125 PS).

Hauptsächlich unterscheiden sich die AgroStars von den AgroXtras durch die Kabine: Sie wurde damals als fortschrittlichstes Fahrerhaus weltweit gehandelt. Ans Fahrerohr dröhnten unter Last laut DLG-Test nur 73 dB. Der Beifahrer hat hier mehr Platz, doch das größere Glas sorgt im Sommer auch gerne für höhere Temperatur. Eine Klimaanlage ist zwar vorhanden, nur leider etwas schwach ausgelegt. Zudem verfügen alle AgroStars über ASM, wodurch der Allrad bei Lenkeinschlag automatisch abschaltet: Der Wenderadius wird so nebenbei 1 m enger. Dem automatischen Sperrdifferential steht zudem noch eine 100-Prozent-Klauensperre zur Seite. von Tobias Meyer

Den vollständigen Bericht zum AgroXtra von Deutz-Fahr lesen Sie in der traction-Ausgabe März/April 2015, die Sie hier bestellen können.
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