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traction-Tests

Gemischtes Doppel

Externer Autor
am
15.01.2016

Seit Frühjahr 2015 hat Kverneland mit dem CLC pro Cut einen Anbaugrubber mit zweibalkigem Aufbau und vorlaufender Scheibenreihe im Sortiment. Wir haben auf Weizen- und Silomaisstoppel seine Einsatzgrenzen getestet.

Kverneland hat bei seinem CLC-pro-Grubber die erste Zinkenreihe entnommen und durch eine Scheibenreihe ersetzt. Damit soll er vor allem für die Bearbeitung von Flächen mit hohem Anteil organischer Rückstände geeignet sein. Wie gut das gelingt und ob der CLC pro Cut eher Allrounder oder Spezialgerät ist, haben wir mit dem 3,0 m breiten Modell auf drei Flächen ausprobiert, davon zwei mit Weizenstoppel und eine mit Silomaisstoppel.
 
Kurz ein paar technische Daten: Der Rahmen mit 100 mm x 100 mm starken Längs- und Querprofilen ist 87 cm hoch. An Arbeitsbreiten stehen aktuell 3,0 bis 4,5 m breite Versionen im Katalog. Die Tiefenverstellung erfolgt über zwei Lochkulissen - es sind minimal 3 cm und maximal 30 cm möglich. Vorlaufend ist eine Scheibenreihe mit fein gezahnten, geraden Scheiben verbaut. Dahinter folgen mit großem Abstand (Balkenabstand 81 cm) zwei Zinkenreihen. Für die Rückverfestigung haben Käufer des CLC pro Cut die gleichen Wahlmöglichkeiten wie bei allen anderen CLC-Baureihen des Herstellers.

Unser Urteil

Bei rund
10 cm Arbeitstiefe waren Einmischung und Einebnung auf dem mittelschweren Boden gut. Auf Sandboden war mit der 80 mm-Spitze plus 345 mm-Flügeln eher eine Schwadbildung zu beobachten – hier sollte man bei flachem und mitteltiefem Arbeiten auf das 320 mm-Gänsefußschar wechseln. Auf Maisstoppel und schwerem Boden waren Einmischung und Einebnung bei rund 15 cm Arbeitstiefe gut bis sehr gut.
 
Unsere Empfehlung lautet daher: Der CLC pro Cut passt zum einen vor allem auf mittelschwere bis schwere Standorte mit Mais in der Fruchtfolge sowie Zwischenfruchtanbau, zum anderen auch auf Kartoffelbetriebe mit eher leichten Böden (Stichwort Kartoffelkraut) und Ackerbaubetriebe, die regelmäßig tief lockern. Für die flache Stoppelbearbeitung sollte möglichst ein weiteres Gerät auf dem Betrieb vorhanden sein. mu
 
 Den vollständigen Testbericht mit allen technischen Daten lesen Sie in der traction-Ausgabe Januar/Februar 2016.


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