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Arbeitsprobe

Gieriger Hirsch

John Deere X9
am Donnerstag, 03.09.2020 - 09:00

Die Versprechungen des neuen Hochleistungsdreschers X9 von John Deere klingen vielversprechend: 100 Tonnen Weizen pro Stunde und das bei einem Kornverlust unter 1 %. Für den traction-Test stand uns der große X9 1100 zur Verfügung. Im Weizen durfte das Topmodell zeigen, wo sein Limit steckt.

Hochleistungsdrescher

John Deere X9

Der Einzug des Schrägförderers misst eine Kanalbreite von 1,72 m. Mit einer Hubkraft von 6.150 kg sollen bis zu 15 m breite Schneidwerke oder sogar 18-reihige Pflücker vorgespannt werden können. Nach dem Schrägförderer verteilt eine Zuführtrommel das Gut dank ihrer v-förmigen Windung gleichmäßig auf die Rotoren. Richtig gelesen: der X9-Drescher kommt mit zwei Rotoren vom Band. Sie sind jeweils 3,51 m lang und haben einen Durchmesser von 610 mm.

Von der S-Serie wurde das Rotordesign übernommen, das aus den drei Bereichen Zuführen, Dreschen und Abscheiden besteht. Der vordere Bereich ist charakteristisch für seine Spiralform. Anschließen folgt der 1,2 m lange Ausdruschbereich. Dafür sind sechs Drahtkörbe zuständig. Die Gesamtdruschfläche beträgt 4 m2. Im hinteren Bereich der Rotoren findet man die Restkornabscheidung. Die jeweilige Korbfläche beträgt 3,6 m2. Den Abschluss im Rotorkanal bildet eine zusätzliche Trommel.

Das Erntegut wird über einen Vorbereitungsboden zu einem schrägen Obersieb bewegt. Es verteilt schließlich den gesamten Ausdrusch per belüftete Fallstufe auf die 7 m2 große Siebfläche. Die Siebkästen werden von vier Turbinengebläsen befeuert.

Hohe Abtankrate

John Deere X9

Der X9 1100 rückt mit einem Korntankvolumen von 16.200 Liter an. Die Abtankrate liegt bei 186 l/s. Somit wäre theoretisch ein voller Tank in knapp 1:30 min leer. Verlässt das Stroh den Drescher über den Häcksler sorgen 124 Messer für entsprechende Häckselqualität. Die Messer haben eine Golfball-Struktur.

Der John Deere-Sechszylinder mit 13,6 l Hubraum liefert im großen X9 700 PS Maximalleistung. Zum Abtanken gibt das Kraftpaket noch einen Boost frei. Ganz neu ist der hydrostatische Antrieb. Unter dem Namen ProDrive XL füttert eine Hydraulikpumpe zwei Motoren. So soll der X9 beim Anfahren und im Hauptarbeitsbereich bis etwa 8 km/h volles Drehmoment haben.

Highlight vieler John Deere Maschinen ist die Kabine. Auch beim X9 werden wir nicht enttäuscht. Sie ist sehr geräumig, leise und klar strukturiert.

 Die ausführliche Arbeitsprobe mit dem neuen John Deere X9-Drescher lesen Sie in traction Ausgabe September/Oktober 2020.

traction Magazin

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