Login
Trends & Wissen

Gläserne Technik

Externer Autor
am
14.04.2014

Im Allgemeinen werden Telematikangebote zur Standortbestimmung von Waren, Fahrzeugen oder Personen eingesetzt. In der Landwirtschaft sind außerdem Dokumentation, ackerbauliche Parameter und die Techniküberwachung wichtig.

Telematik, zusammengesetzt aus Telekommunikation und Informatik, ist die Verbindung von mindestens zwei Informationssystemen. Der Transport der Daten kann optisch, per Schall, per Funk oder über Kabel erfolgen. Der Datenaustausch mit bewegten Objekten ist fast nur per Funk sinnvoll. Ein Massenmarkt entstand mit den Mobiltelefonen. Inzwischen werden über die digitalen Mobilfunknetze viel mehr Daten als Sprachinformationen transportiert. In der Landwirtschaft können wir drei Bereiche von Telematik unterscheiden: Positionsdaten für das Flottenmanagement, technische Parameter für die Maschinen-einstellung und Instandhaltung und ackerbauliche Parameter für die Bestandsführung (Schlagdatei). Je nach Wunsch der Nutzer können sie den Umfang oder auf bestimmte Bereiche spezialisierte Anbieter wählen.

Wir haben uns die unterschiedlichen Funktionen der Telematik-Lösungen verschiedener Anbieter näher angeschaut und sind zum Schluss gekommen: Telematik funktioniert. Die Unterschiede der Angebote sind aber groß. Je nach Bedarf kann gewählt werden. Für den Verkauf von Landmaschinen hat das Angebot der einzelnen Hersteller an Übertragungs- und Auswertungsmöglichkeiten einen zunehmenden Einfluss.

Nichts ist umsonst

Am Ende muss sich eine Technik vor allem finanziell lohnen und auch bei Telematik gilt: Nichts ist umsonst. Entwicklung und Pflege der Software sowie die Datenhaltung kosten Geld. Das müssen sich die Anbieter bezahlen lassen. Die Preismodelle sind sehr unterschiedlich und nicht beständig. Wer etwas von einem herstellerunabhängigen Dienstleister kauft, zahlt sofort. Die Landmaschinenhersteller haben erste Lösungen und Vorserienmaschinen mit Telematiklösungen kostenlos in den Markt gegeben. Nun ist es schwierig, Geld zu verlangen. Mit unterschiedlichem Umfang, einem oder zwei kostenlosen Jahren und anderen
Modellen werden den Kunden „Brücken“ angeboten.
 
Die Nutzer sollten rechnen, was sie durch eingesparte Fahrten des Servicetechnikers zum Feld sparen. Ist die Datenübernahme in Auswertungs- und Dokumentationssoftware automatisiert, kann Zeit
gespart und für die Auswertung genutzt werden. Mit den Auswertungsmöglichkeiten können Verfahren optimiert, Fahrer motiviert und Investitionen vorbereitet werden.

Details zu den Unterschieden der vielfältigen Angebote auf dem Telematik-Markt lesen Sie in der Mai/Juni-Ausgabe 2014 der traction.
Auch interessant